Berge und Meer in Asturien

Besondere naturgegebene Merkmale, der aufgeschlossene und gastfreundliche Charakter der Bevölkerung und eine uralte, umfassende, historische und kulturelle Tradition machen Asturien im Norden Spaniens zu einem reizvollen und lohnenswerten Reisesziel.
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Die Playa La Bellota. Foto: Tourspain
 
Diese Region erstreckt sich über einen kleinen Abschnitt der Kantabrischen Küste und wird westlich und östlich von den Flüssen Eo und Deva begrenzt. In südlicher Richtung reicht Astruien bis zu den Bergkämmen der Wasserscheide des Kantabrischen Gebirges.

Seiner geographischen Lage und einem niederschlagreichen Seeklima verdankt Asturien eine paradiesische Flora und Fauna. Diese Naturbeschaffenheit tritt mit einer Intensität zutage, die den Reisenden immer wieder überrascht.

Er wird oft mit Erstaunen feststellen, wie sich hinter mancher Kurve oder auf einer anderen Seite der zahlreichen Bergzüge ein völlig anderes Landschaftsbild auftut. Eindrucksvolle Gebirgszüge, wo die Flüsse auf ihrem Vordringen zum Meer große Einschnitte und zauberhafte Flußtäler hinterlassen haben, über 300 Kilometer steilabfallende Küsten, feinsandige Strände, geschützt liegende Fischerhäfen und herrliche, schiffbare Rias charakterisieren diese Gegend.
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Das Gebirge Picos de Europa. Foto: Tourspain
 
Die Picos de Europe, eines der großartigsten Gebirgssysteme der Iberischen Halbinsel erstrecken sich über einen Teil Astruiens. Sie umschließen in ihrem Zentralmassiv den nur schwer zugänglichen Naranjo de Bulnes, der eine Höhe von 2519 Meter aufweist. Die umgebenden Täler sind dichtbewachsen, grün und geschützt. Kleine Bergdörfer liegen darauf verstreut. Die wichtigsten Merkmale dieser Gegend sind die Steigungen und Schluchten. Die Picos de Europe sind nur wenige Kilometer vom Meer entfernt und ihre höchsten Gipfel erheben sich über den genannten Tälerm in bis zu 2000 Meter hohe Felswände. Dabei ist der Kontrast von Weinbergen am Fuße und ewiger Schnee in der Höhe nicht selten.
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Brücke über den Rio Cares. Foto: Touspain
 
Im Zentrum Asturiens befindet sich seine Haupstadt Oveido. Zum Norden hin liegen die Städte Gijon und Aviles, beides große Industriestädte. In der gesamten Region finden sich immer wieder zauberhafte Seen wie Calabazosa, Cerneriz oder La Cueva sowie der Enol-See. Einen Stop sollte man auch in einem der vielen Natinalparks einlegen, beispielweise im Nationalpark von Covadonga, im Natureservat Reserva Natural del Cueto de Arbás oder im biologischen Waldreservat Bosque de Muniellos.

Seine geographischen Merkmale machen Asturien zu einem Naturparadies, vor allen für diejenigen, die sich gern im Freien betätigen. Im Gebirge kann man sich im Bergsteigen üben, Bergwanderungen und Touren im Geländewagen oder zu Pferde unternehmen. Die Bergpässe San Isidro und Pajares eignen sich zum Ski fahren.

In den zahlreichen Flüßen, Stauseen und Bergseen ist das Angeln erlaubt und wem es Spaß macht, der kann sowohl in reißendem als auch in ruhigen Gewässern Kanu fahren. Überall an der Küste findet sich Gelgenheit zum Windsurfen, Tauchen oder Segeln.

Zahlreiche Feiern und festliche Großveranstaltungen, die das ganz Jahr über stattfinden, nehmen die Gemeinden und Städte zum Anlaß, ihre kulinarischen Spezialitäten hervorzuheben. Kennzeichnend für die astrusische Küche ist die Verwendung von erstklassischen Erzeugnissen und eine einfache Zubereitung. Gerichte wie die "fabada" (traditionelle Bohneneintopf), Meeresfrüchte und Fische aus dem Kantabrischen Meer oder die zahlreichen in Handarbeit hergestellten Käsesorten sind bestens geeignet, den Besucher in die Esskultur einzuführen. Die typische "sidra" ist ein erfrischender Apfelwein, die bei keinem Essen fehlen darf.

Natur und interessante Museen in Asturien

Nur knapp eine Autostunde von der Hauptstadt Kantabriens entfernt liegt das Fürstentum Asturien. Es hat für Touristen viel zu bieten, doch eine besondere Anziehungskraft birgt sicherlich die Umgebung des Nationalparks und Biosphärenreservats Picos de Europa in sich. Gipfel, Felsgrate, Bergsättel, steile Abhänge, Höhlen, Seen und Flüsse wechseln sich mit tiefen Schluchten und Canyons ab, die das Wasser in diese einzigartige Landschaft gegraben hat.
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Der See de Ercina im Picos-Gebirge. Foto: Tourspain
 
Das Gebirge besteht aus drei unterschiedlichen Gebirgsmassiven, die von den Flüssen Sella, Cares, Duje und Deva begrenzt werden. Für Wanderungen eignet sich besonders das Westmassiv mit der 2.596 m hohen Peña Santa Castilla. Dort liegen auch die beiden berühmten Seen von Enol und Ercina sowie das Umweltdokumentationszentrum des Nationalparks „La Buferrera“. Dorthin gelangt man von Covadonga aus leicht über eine gewundene Straße in Richtung der beiden Seen. Dort ist auch der Ausgangspunkt einer Reihe von Routen, auch für ungeübte Wanderer.

Im dünn besiedelten Zentralmassiv erhebt sich mit 2.648 m der höchste Berg in ganz Nordspanien, die Torre Cerredo. Seine Grenze zum Westmassiv bildet der spektakuläre Hohlweg entlang des Flusses Cares. Bei der fünf- bis sechsstündigen Wanderung von Posada de Valdeón nach Poncebos durchquert man Schluchten, und Tunnels, kreuzt man Stauwehre. Das Dorf Bulnes ist Pflichtstation für Bergsteiger, die auf dem Weg zum Picu Urriellu oder Naranjo de Bulnes sind. Aufgrund der extremen Steilhänge gelten sie bei den Kletterern als höchste Herausforderung. 
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 Am Fuß des Picos de Europa. Foto: Tourspain
 
Nicht nur die Natur in Asturien lohnt einen Besuch, sondern auch drei interessante Museen, die sich mit naturgeschichtlichlichen und gastronomischen Eigenheiten der Region befassen:

Museo Jurásico
La rasa de San Telma. Lastres (Colunga)
Tel. 902 30 02 02

Ein Aufsehen erregendes Gebäude in Form eines Dinosaurierfußabdrucks mit drei Zehen beherbergt das Jura-Museum mit Blick auf Lastres und den Strand von la Griega, einer interessanten Fundstätte von Sauropoden-Spuren. Auf einer Ausstellungsfläche von 2.500 m² erfährt der Besucher alles über die verschiedenen Zeitalter der Erde und über die Lebensweise der Saurier, die die asturische Küste vor Millionen von Jahren bevölkerten.

Höhlenmuseum „Cabrales-Käse“
Arenas de Cabrales
Tel. 985 84 51 23

Die Ausstellung in der Galerie einer Naturhöhle zeigt, wie früher und auch heute noch der würzige Blauschimmelkäse Cabrales hergestellt wird. In einer typischen Schäferhütte, die nachgebaut wurde, sind alle Werkzeuge zu sehen, mit der die traditionsreiche Käsemanufaktur betrieben wird. Der Cabrales-Käse wie auch der asturische Apfelwein Sidra sind die gastronomischen Verkaufsverschlager des Fürstentums, die auch eine eigene Herkunftsbezeichnung haben.

Museo de la Sidra
Nava
Tel. 0034-985 71 74 22

Beim Apfelweinmuseum ist die aktive Teilnahme der Besucher gefragt. Das interaktive Ausstellungskonzept vermittelt alles Wissenswerte über die Geschichte und Herstellung der Sidra. Verkostet werden muss der süβ-saure Trank dann allein.