Auf der Donau durch Serbien

Die Donau nimmt eine Schlüsselrolle in der Marketing-Strategie der serbischen Touristiker ein, mit der vor allem ausländische Besucher für das “junge“ Reiseland (wieder-)gewonnen werden sollen. Der Donauabschnitt zwischen der pannonischen Tiefebene im Nordwesten und dem so genannten Eisernen Tor im Osten des Landes wurde dabei als Region mit dem entwicklungsfähigsten Potential ausgemacht
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Auch in Serbien ist die Donau ein wunderschöner Fluß. Foto: National Tourism Organisation of Serbia
 
So wurden bereits 2003 in Novi Sad 55 Fluss-Schiffe mit 8.500 Reisenden gezählt, in Belgrad machten sogar 200 Donau-Schiffe mit 45.000 Gästen Station. In 2004 rechnet man mit einer Kapazitätssteigerung von weit über 20 Prozent. Dazu passt auch die aktuelle Broschüre „Mit der Donau durch Serbien“, die auch in deutscher Sprache verfügbar ist. Der kostenfreie, reich bebilderte 32-seitige Folder stellt Städte und Attraktionen, Tier- und Pflanzenwelt, Kunst und Kultur entlang der serbischen Donau vor. Er kann telefonisch unter 00381/11/3238540 oder per E-Mail ntos@yubc.net bestellt werden.
Schiffbar auf dem gesamten Streckenablauf, erreicht die Donau in Serbien ihre volle Macht und Größe – hier ist sie zwischen 147 und 2.000 Metern breit und erreicht auch mit 90 Metern ihre maximale Tiefe (wobei die durchschnittliche Tiefe zwischen drei und 17 Metern liegt). Bevor die Donau bei Djerdap, der größten Flussschlucht Europas, besser bekannt als Eisernes Tor, Serbien wieder hinter sich lässt, passiert sie je zwei Staudämme und Nationalparks und nimmt die Wasser von sechs Nebenflüssen – darunter von Theiß und Save – auf.

In den einzelnen Abschnitten der Broschüre „Mit der Donau durch Serbien“ fühlt sich der Leser auf eine imaginäre Reise donauabwärts entlang der 588 serbischen Flusskilometer mitgenommen: Die Donau erreicht mit Flusskilometer 1.433 die serbische Grenze, wenig später dann die Kleinstadt Apatin und damit die nördlichen Provinz Vojvodina, deren „Flachland-Idylle“ sie durchkreuzt. Dann laden auch schon „Novi Sad – die Moderne mit Stil“ oder „Fruška Gora“ zum Landausflug ein. Nach der „Theißmündung“ wird schon bald „Belgrad“ erreicht. „Farben und Sonne“ bestimmen Pančevo und “Adam’s Garten“ sind die Obstplantagen von Smederevo. Nach der „grünen Wüste“ ist bald der „See im Fluss“ und dann das „Tor Europas“ erreicht. Überreste der „römischen Straße“ begleiten die letzten Flusskilometer. Zuletzt verlässt der „gebändigte Riese“ bei Radujevac Serbien.
Gut gemacht: Jedes zweiseitige Kapitel hat einen abschließenden, farblich abgesetzten Infokasten mit der neugierig machenden Überschrift „Beachtenswert“, den man keinesfalls überlesen sollte. Wie etwa jener zur Turmuhr von Petrovaradin mit ihren funktionsvertauschten Zeigern oder der Legende von den Söhnen Noahs, die nach der Sintflut die Siedlung Lepenski vir gegründet haben sollen.

Allgemeine Serbien-Informationen sind erhältlich bei der
NATIONALEN TOURISMUS ORGANISATION SERBIENS (NTOS)
Dečanska 8, 11000 Belgrad, Serbien
Telefon: 00381/11/3238540 · Telefax: 00381/11/3221068 · E-Mail: ntos@yubc.net