Spanien feiert Kolumbus
Bekanntermaßen – doch immer wieder auch umstritten – war Cristobal Colón kein Spanier, aber die Entdeckung der neuen Welt, die ihn zu einer unsterblichen Figur der Geschichte machte, gelang ihm im Auftrag und mit Unterstützung des spanischen Königshauses. So ist Christoph Kolumbus eine wichtige Figur der spanischen Geschichte. Man gedenkt seines Geburts- oder Todestages, begeht den Tag seiner Ankunft in Amerika – 12. Oktober – als Nationalfeiertag, hat ihm Museen sowie diverse Denkmäler errichtet und touristische Routen auf seinen Spuren erdacht.
2006 jährt sich der Todestag von Kolumbus zum 500. Mal. Spanien begeht den Jahrestag mit zahlreichen Veranstaltungen und mit dem Anliegen, die Bedeutung des Seefahrers und Eroberers für die spanische und die universelle Geschichte hervorzuheben. Zwei Autonomie-Gemeinschaften sind daran besonders beteiligt: Castilla y León und Andalucía.
Kastilien- León und Kolumbus
Im Zentrum der Veranstaltungen zum Jahrestag steht die kastilische Stadt Valladolid, in der er am 20. Mai 1506 gestorben ist. Aber die gesamte Autonomie Kastilien-León nimmt das Datum zum Anlass für ein breites kulturelles Programm, denn in dieser Region hatte Kolumbus zwischen 1486 und 1492 gelebt. Städte wie Burgos, Segovia, Salamanca, Medina del Campo und eben Valladolid rühmen sich heute, ihn einst beherbergt zu haben. Das Jubiläumsjahr wird am 20. Mai mit einem Konzert u. a. mit dem Werk „Kolumbus, der große Seefahrer“ des Kolumbianers Blas Emilio Atehortua auf der Plaza Mayor in Valladolid eröffnet.
Geplante Aktivitäten:
„Los Silencios de Colón“: Skulpturenausstellung
Valladolid, Plaza de Colón.
10. Mai – 11. Juni 2006-02-15
„Cuatro viajes que cambiaron el mundo” (Vier Reisen, die die Welt veränderten).
Ausstellung über die wissenschaftlichen Aspekte der Schiffahrt, der Kartographie und der
Entdeckungen der damaligen Zeit.
Valladolid, Museo de la Ciencia.
Juli 2006
“La materia de los sueños” (Der Stoff der Träume)
Künstlerische Arbeiten, die die Epoche der Entdeckungen und die iberoamerikanische Gegenwart verbinden.
Valladolid, Museo Patio Herreriano de Arte Contemporáneo Español
November 2006
Internationales Festival des Straßentheaters
Aufführungen über Leben und Bedeutung von Kolumbus
Valladolid. 24. – 28. Mai 2006
Licht- und Tonshow
Aufführung, an der Besucher sich beteiligen können.
Valladolid. Plaza Mayor
12. Oktober
Museo Casa de Colón (Kolumbushaus)
Das mit einer Investition von 2,7 Mill. € erweiterte und modernisierte Museum wird am
20. Mai eröffnet.
Gastronomische Tage
Gerichte und traditionelle Rezepte aus der Zeit des Kolumbus sollen Valladolid zwischen März und Oktober in ein kulinarisches Zentrum verwandeln. Produkte, die im Gefolge der Entdeckungen nach Europa kamen, stehen im Mittelpunkt: Mais, Kartoffel, Tomate, Kakao, Pfefferstrauch, Papaya und andere. Köche aus Mexiko, Puerto Rico, dernDominikanischen Republik, Kuba und den USA werden in Valladolid kochen. Und beim Nationalen „Pincho“-Wettbewerb im Oktober ist Indien – das Ziel aller Reisen des Cristóbal Colón – das Partnerland.
Reise durch Spanien in der Weihnachtszeit
Die Kathedrale von Sevilla, die drittgröβte christliche Kirche der Erde, ist festlich geschmückt. Es ist der 8. Dezember, das Fest der „Unbefleckten Empfängnis“, das hier in Sevilla erste weihnachtliche Gefühle weckt. Eine Woche lang drängeln sich die Menschen im riesigen Innenraum der Kathedrale, um den berühmten, von Kastagnettenklängen begleiteten Gesang und Tanz, den „Baile de los Seises“ zu bewundern. Zwölf Chorknaben, gekleidet in die historischen blau-weiβen Kostüme von königlichen Pagen aus der Zeit der Habsburger, tragen ihn mit ihren hellen Stimmen vor. Die Tradition geht zurück auf das 15. Jh.., als die jungen Sänger noch als Hirtenjungen gekleidet und ursprünglich als Begleitinstrument maurische Schellentrommeln benutzten. Einst waren es 16 Jungen, daher der Name „Los Seizes“, der im Laufe der Jahrhunderte aufgrund der andalusischen Aussprache des „z“ als „s“ zu „Los Seises“ wurde. Sie singen auch an Fronleichnam (in rot-weiβen Kostümen) und in der Woche um den 8. Dezember. Der „Baile des Los Seises“ setzt sich aus drei verschiedenen, einfachen Tänzen zusammen: Der erste ist der Gottesmutter, der zweite dem Bischof und der dritte dem Rathaus und Volk geweiht. 
In der Kathedrale von Sevilla wird am 8. Dezember das Fest der "unbefleckten Empfägnis" gefeiert. Foto: Tourspain
In Barcelona beginnt am 13. Dezember die Zeit der weihnachtlichen Festlichkeiten. Ab diesem Tag, dem Fest der Heiligen Lucía, wird rund um die Kathedrale und die Plaza Nueva am Rand des gotischen Altstadtviertels, der Santa Lucía-Markt eröffnet. An Dutzenden von Verkaufsständen aus Holz finden sich traditionelles Kunsthandwerk und alles, was das Herz an Weihnachtsdekorationen begehrt. Besonders schön ist ein Spaziergang am Abend über den Platz, wenn die Petroleumlampen und bunten Lichterketten an den Verkaufshäuschen vor der hell erleuchteten Kathedrale angezündet werden. Überhaupt spielt das Licht die wichtigste Rolle am Fest der „Erleuchteten“ und Schutzpatronin der Augen. Denn es geht zurück auf vorchristliche Traditionen, die die Wintersonnenwende einläuteten, und auf ein altes heidnisches Fest, das die Römer mitbrachten. Den weihnachtlichen Markt gibt es bereits seit 1786, als zum ersten Mal Kunsthandwerk zum Verkauf angeboten wurde.
Ganz Spanien fiebert am 22. Dezember der Sonderziehung der „Lotería de Navidad“ entgegen. Über mehrere Stunden übertragen Fernsehen und Radio dieses Ereignis. Die gezogenen Gewinnerzahlen werden von den Chorknaben des Colegios San Ildefonso in Madrid singend vorgetragen. Der erste Preis, „El Gordo“ – „der Dicke“ genannt, beläuft sich auf 2 Millionen Euro, die das Leben so manchen Spaniers zwei Tage vor Heiligabend verändern. Seit König Karl III. im Jahr 1763 die spanische Lotterie ins Leben rief, sind Jahr für Jahr Millionen von Menschen im vorweihnachtlichen Lottofieber.
Aus den Bergen und Wäldern des Baskenlandes und Navarras bringt der Olentzero, ein alter Köhler, den die Kinder am 24. Dezember mit einem Lied begrüssen, die Geschenke. „Olentzero joan zaigu, mendira lanera…. Aditu duanean, Jesus jaio zela, Lasterka etori da, Berri ematera“ – „Olentzero ging in die Berge, um zu arbeiten….Als er hörte, dass Jesus geboren wurde, kam er schnell, uns die Botschaft zu bringen“. Pfeife rauchend, in der traditionellen Kleidung der baskischen Landarbeiter mit Schnürsandalen und weiβen Kniestrümpfen, blau-weiβen Hosen, einem blauen Hemd und blau-weiβem Halstuch, kommt er mit seinem Esel „Astotxo“, um die Kinder zu beschenken. In einigen Orten ziehen die Kleinsten singend von Haus zu Haus und führen den Olentzero als groβe Puppe auf einer Trage sitzend durch die Strassen.
Eine alte Tradition, die aus den Dörfern der Bergregionen Aragons und Kataloniens stammt und heute hauptsächlich in Katalonien zu Hause ist, ist der „tio“. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein menschliches Wesen, sondern um das Stück eines Baumstammes, der in den Weihnachtstagen in der guten Stube liegt und mit einer Decke bedeckt ist. Früher hob man in den Dörfern, wenn man Holz für den Winter sammelte, den prächtigsten Stamm für diesen Anlass auf. Die Kinder haben ihren Spaβ daran, den „tio“, was übersetzt „Onkel“ heiβt, zu füttern und am Weihnachtstag nach einem fröhlichen Weihnachtslied, einem „villancico“, mit einem Stöckchen auf den Stamm zu schlagen. Nach diesem Ritual darf die Decke weggezogen werden und der „tio“ revanchiert sich mit Süβigkeiten und kleinen Geschenken.
In ganz Spanien feiern die Gläubigen am 24. Dezember die „Misa del Gallo“, die „Hahnenmesse“ oder Christmette, die meist um Mitternacht, nachdem die Familien ihr Festmahl genossen haben, stattfindet. Typische Weihnachtsgerichte sind Fisch oder Truthahn. Nicht fehlen dürfen Turrón, eine Weihnachtssüßigkeit aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiweiß, und Marzipan. Hergestellt wird der bekannteste Turrón in Jijona, einer Stadt in der Provinz von Alicante, während das berühmteste Marzipan aus Toledo kommt.
Die Tradition der „Lebenden Krippen“, „Pessebres vives“ oder auf spanisch „belenes vivientes“, die sich mittlerweile auf viele Orte in ganz Spanien ausgeweitet hat, stammt ursprünglich aus Katalonien. In mehreren Gemeinden des Hinterlandes von Costa Brava und Costa Dorada stellen Laienschauspieler, oft Hunderte an der Zahl, in den Strassen und auf öffentlichen Plätzen den Lebensalltag in Bethlehem zur Zeit von Jesus’ Geburt dar. Die Associación der pessebres vives informiert alljährlich im Internet über die Dörfer und Termine unter www.ribes.org/pessebres/apvc.htm. Meist liegen sie zwischen dem 24. und 30. Dezember sowie am 05. und 06. Januar.
Wer sich am 28. Dezember in Spanien aufhält, der sollte nicht alles glauben, was man ihm erzählt. Selbst den Nachrichten in Fernsehen und Radio ist dann nicht zu trauen. Der Tag, an dem das Christentum der Ermordung der Kleinkinder durch Herodes gedenkt, der „Tag der unschuldigen Kinder“ – „Día de los Inocentes“, ist in Spanien unserem 1. April ähnlich und man ist vor Überraschungen nicht gefeit. Vorsicht ist vor allem beim Öffnen und Probieren von lecker aussehenden Süßigkeiten geboten. Nach ihrem Verzehr verzieht manch einer qualvoll das Gesicht.
In Spanien endet die Weihnachtszeit nicht mit der Silvesternacht, der „Nochevieja“. Am 31. Dezember trifft man sich kurz vor Mitternacht auf dem jeweiligen Rathausplatz der Stadt und verspeist bei den 12 Glockenschlägen, die das Neue Jahr einläuten, die 12 Glückstrauben, „uvas de suerte“. Wer nicht drauβen ist, verfolgt im Fernsehen die Übertragung aus der Hauptstadt Madrid, wo an der Puerta del Sol die Schläge der Uhr das Neue Jahr einläuten und Tausende von Menschen mit Trauben und Cava, dem spanischen Champagner, seine Ankunft feiern.
Den Abschluss, aber auch absoluten Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten für die spanischen Kinder bildet das Fest der Heiligen Drei Könige, der „Reyes Magos“. So ist es auch heute noch Tradition, dass sie die schönsten und gröβten Geschenke bringen, obwohl in vielen Familien mittlerweile auch der 24./25. Dezember ein Tag der Geschenke ist. Auf glanzvoll geschmückten Wagen ziehen die Drei Könige am Abend des 5. Januar durch die Städten und Gemeinden. Es regnet Tonnen von Bonbons und die Reyes sind bemüht, ja auch alle die Briefchen und Zettel aus den vielen Kinderhänden, die sich ihnen am Straβenrand entgegen strecken, anzunehmen. In der folgenden Nacht werden die Stiefel und Schuhe vor die Türen gestellt und am Morgen des 6. Januar packen Kinder mit erwartungsfrohen Gesichtern in ganz Spanien ihre Geschenke aus. Die größten Umzüge finden in Madrid und Barcelona statt. In der katalanischen Hauptstadt kommen die Reyes Magos mit ihrem Gefolge auf festlich beleuchteten Booten am Hafen an, wo Tausende von Kindern ihnen begeistert zujubeln.
Am 6. Januar schließlich isst man gemeinsam in den Familien den „Roscón de Reyes“, einen Kuchen in Ringform. In dem Kuchen ist eine kleine Überraschung eingebacken. Derjenige, der sie in seinem Stück findet, ist König für einen Tag.
Spanien feiert 100 Jahre Dalí
Am 11. Mai 1904 wurde das Universalgenie Salvador Dali i Domènech in der katalanischen Stadt Figueres geboren. In Erinnerung an seinen hundertsten Geburtstag hat die Stiftung Fundación Gala-Salvador Dali gemeinsam mit dem Spanischen Kulturministerium, dem Kulturministerium der Katalanischen Landesregierung und dem Rathaus von Figueres ein weit gefächertes Kulturangebot geplant, das dazu dienen soll, die Kenntnis über das Phänomen Dali auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu vertiefen.
Salvador Dali, Sohn eines Notars, fing schon sehr früh an, sich der Malerei zu widmen. 1922 begann er sein Studium an der Akademie für Schöne Künste von Madrid. Während seines Aufenthalts in dem legendären Studentenwohnheim "Residencia de Estudiantes" entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zu dem Dichter Federico Garcia Lorca und zu dem Regisseur Luis Buhuel, mit denen er zahlreiche künstlerisch avantgardistische Projekte umsetzte.
Nach seinem Studium in Madrid schloss sich Salvador Dali in Paris der Surrealistenbewegung an. Aus dieser Zeit stammen einige seiner bekanntesten Gemälde wie "Der große Masturbator" oder "Das Gespenst des Sex-Appeal." 1929 lernte er die junge Russin Helena Ivanova Diakonova, Gala, kennen, die von diesem Augenblick an bis zu seinem Tod seine Muse und Begleiterin blieb. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs zogen Gala und Dali in die USA, wo seine realistischen und zugleich traumgleichen Gemälde großen Erfolg hatten.
In den 50er und 60er Jahren bezog sich Dali in zahlreichen großformatigen Werken auf religiöse, geschichtliche und wissenschaftliche Themen. (Der Christus des Hl. Johannes vom Kreuz, Corpus Hipercubus, Die Entdeckung Amerikas etc.)
In den 70er Jahren entwarf und eröffnete er das Theater-Museum Dali in Figueres, wo eine wichtige Sammlung seines Werks zu sehen ist. Es zeigt eine bedeutende Auswahl seiner Zeichnungen und surrealistischen Kreationen bis hin zu seinen letzten Werken. Nach dem Tod seiner Frau Gala zog Dali von Portlligat in das Schloss Pübol, das er ihr zuvor zur alleinigen Nutzung geschenkt hatte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er im Turm "Jorre Galatea" nah beim Theatermuseum von Figueres, wo er auch begraben werden wollte.
Im Rahmen des Internationalen Dali-Jahrs wird das Universum des bekanntesten katalanischen Künstlers in groß angelegten Ausstellungen in Barcelona einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Mit einer umfassenden Ausstellungsreihe erweist die Stadt Barcelona dem exzentrischen Künstler die Ehre:
Dali Massenkultur
CaixaForum, 27. Januar bis 23. Mai
Dali hat als Vertreter der avantgardistischen Kunst auf absolut individuelle und kreative Weise seiner Faszination für die Massenkultur, wie sie sich im Kino, Design, der Mode, der Werbung, der Photografie oder der Presse manifestierte, in seinen Werken Ausdruck verliehen.
Anhand von mehr als 300 Ölbildern, Zeichnungen und Filmen wird gezeigt, wie Dali diese neue Welt für sich künstlerisch nutzte und interpretierte.
Dali Wahlverwandschaften
Palau Moja, 15. Februar bis 18. April
Gemälde, Zeichnungen, Objekte und Fotografien sollen die literarischen und ästhetischen Quellen dokumentieren, die Dalis Arbeitsmethode und Vorstellung des Schönen beeinflusst haben. Dalis Beziehung zu den schriftstellerischen Werken von Lautréamont und Raymond Roussel, seine Freundschaft mit Marcel Duchamp und Man Ray, die modernistische Architektur, die Nähe zu den Surrealisten, die Interpretation von Gradivas Traum durch Sigmund Freud, die Vorstellung des Weiblichen, alle diese Affinitäten münden schließlich in die paranoid?kritische Methode Dalis.
400 Jahre Don Quijote
Das Jahr 2005 steht unter dem Stern von Don Quijote, dem Ritter von der traurigen Gestalt. Vor 400 Jahren erschien der Roman von Miguel de Cervantes zum ersten Mal, der wie kaum ein anderes Werk auf die Weltliteratur Einfluss nahm. „Der scharfsinnige Edle Herr Don Quijote de la Mancha“ ist für die Spanier zum Sinnbild ihres nationalen Genius geworden. Doch nicht nur sie, die ganze Welt liebt den närrischen Ritter, der Arme, Witwen und Waisen beschützt und die Mancha auf der Suche nach Frieden, Gerechtigkeit und Liebe durchstreift. Auch sein Begleiter, der gewitzte Diener Sancho Panza, die angebetete Dulcinea del Toboso und das klapprige Ross Rosinante sind in das kollektive literarische Gedächtnis eingeflossen.
Die Autonomiegemeinschaft Kastilien-La Mancha, die aus den Provinzen Toledo, Ciudad Real, Albacete, Cuenca und Guadalajara besteht, hat für das Jahr 2005 eine Reihe von Projekten erstellt, die das touristische Potential der Region erhöhen sollen. Mit der Route des Don Quijote will sie den längsten ökotouristischen Korridor Europas erschaffen. Die Route, die durch die fünf Provinzen von Kastilien-La Mancha führt, verbindet auf einer Länge von 2.500 km 144 Gemeinden miteinander. Anfang- und Endpunkt der Route ist Toledo, die Hauptstadt des „Neuen Kastiliens“. Die Route ist wiederum in zehn Streckenabschnitte unterteilt, wobei alte historische Wege, Weidewege der Wanderherden, Viehtriften, Flussbecken und still gelegte Eisenbahnstrecken genutzt werden, um den nicht motorisierten Tourismus zu fördern.
Auch ist der behindertengerechte Ausbau der Route vorgesehen.
Orte, die eng mit der Romanvorlage verbunden sind, wie beispielsweise die Höhle von Medrano, sollen für die kulturelle Nutzung im kleinen Rahmen entsprechend ausgestattet werden.
In Zusammenarbeit mit der Regionalen Hotellerievereinigung wird entlang der Quijote-Route ein „Gastronomiepfad“ organisiert, der zum Probieren der Küche und der Weine des Quijote einlädt.
Zwischen Mai und September 2005 finden in den charakteristischsten Städten der Mancha Ritterturniere statt, die von Mittelaltermärkten begleitet werden. Hier werden handwerkliche und gastronomische Produkte angeboten, die für die Region typisch sind.
„Don Quijote reitet wieder“ ist der Titel einer Aktion zwischen April und Juli 2005. Die beiden Helden des Cervantes-Roman starten ihren Rundritt durch die Mancha am 23. April in Toledo, dem Internationalen Tag des Buches, der gleichzeitig auch der Todestag von Cervantes ist. Während 14 Wochen besuchen sie alle Ortschaften entlang der Quijote-Route und zeigen an den wichtigsten Plätzen das Schauspiel „Delirio de Don Quijote y Sancho Panza“.
Auβerdem sind im Rahmen der 400-Jahr-Feier eine Reihe von Ausstellungen in Kastilien-La Mancha zu sehen, die im Folgenden kurz umrissen werden sollen. Das genaue Programm wird im Dezember bekannt gegeben:
Ausstellung „Dalí und el Quijote“. Cuenca
Datum: Oktober 2004 bis Dezember 2005
Im Rahmen der Gedenkfeiern zum hundertsten Geburtstag von Salvador Dalí zeigt die Ausstellung Zeichnungen des katalanischen Künstlers aus dem Jahr 1945, die als Illustration des Quijote gedacht waren.
Ausstellung „Don Quijote, der Schatten des Ritters“. Guadalajara (Palacio del Infantado)
Datum: Januar 2005 bis April 2005
Ausstellung: „Don Quijote in der Keramik“. Talavera de la Reina
Datum : Februar bis Mai 2005
In dieser Ausstellung werden Meisterstücke von Keramikern aus Talavera und Puente del Arzobispo im neu erweiterten Museum Ruiz de la Luna zu sehen sein, das in dem ehemaligen Liceo-Gebäude untergebracht ist.
Ausstellung: Das Alltagsleben zu Zeiten des Quijote. Puertollano
Datum: Februar bis April 2005
Ausstellung: Die Kunst in der Epoche des Quijote. Ciudad Real
Datum: April bis Juli 2005
Kunst aus der Herrschaftszeit Philipps II., in die das Erscheinen des Ritterromans fiel, ist in der ehemaligen Schule „Santa María de Alarcos“ zu sehen.
Ausstellung: Don Quijote in der Zeitgenössischen Kunst. Albacete und Madrid
Datum: September bis Dezember 2005
Die Ausstellung versammelt Werke von zeitgenössischen Künstlern aus Kastilien-La Mancha und ganz Spanien, die den Quijote thematisiert haben. Die Ausstellung ist zuerst im Provinzialmuseum von Albacete, später im Centro de Arte Reina Sofía von Madrid zu sehen.
Ausstellung: Jalousien. Schätze der Klausurklöster. Toledo
Datum November 2005 bis Februar 2006
Die Exponate, die normalerweise nie ausgestellt werden, entstammen Klausurklöstern aus ganz Kastilien-La Mancha. Die Ausstellung wird im Museum Santa Cruz in Toledo zu sehen sein.
Die Heimat Dalis
Museum für Katalanische Geschichte, Herbst
Dali unterhielt eine eher unregelmäßige Verbindung zu Barcelona, wo er zum ersten Mal ausgestellt hatte. Für ihn und sein Werk spielte dagegen der katalanische Landkreis Empordà, an der Costa Brava gelegen, eine große Rolle, wo er geboren wurde und wo er auch starb.
Dali im Empordà
Palau Robert, Mai bis Juni
Auch in dieser Ausstellung wird die besondere Beziehung zwischen Dali und seiner Heimat reflektiert. 70 verschiedene Fotos, die von Fotografen aus Empordà stammen, spannen den Bogen zwischen den 50er und 80er Jahren, als Dali in den USA lebte und den Sommer in PortIligat an der Costa Brava verbrachte. Die Auswahl der Fotografien soll das Spannungsfeld zwischen der öffentlichen Figur Dali und dem Privatmenschen Dali aufzeigen, der in seinem Studio von Portlligat unermüdlich an seinen Hauptwerken arbeitete.
Das Gelbe Manifest
Fundaciön Miró, 17. Juni bis 26. September
Im März 1928 veröffentlichten Salvador Dali, der Kunstkritiker Sebastiä Gasch und der Literaturkritiker Lluis Montanya das "Gelbe Manifest" oder das "Katalanische Anti-Kunst Manifest". Diese Proklamation wurde zur wichtigsten Aktion der Katalanischen (und Spanischen) Avantgarde-Bewegung gegen die klassizistische und akademische Kultur, für eine neue Modemität.
Weitere wichtige Ausstellungen sind in u.a. in Figueres, Cadaqués und Púbol zu sehen.
Information: www.salvador-dali.org
Informationspunkte für das Dali-Jahr:
Dali Theater-Museum
Placa de Gala Salvador-Dali
17600 Figueres
Tel. 0034-972 67 75 00; Fax: 0034-972 50 16 66
Fremdenverkehrsamt Figueres:
Tel. 972 50 3155
Palau Robert. Katalanisches Informationszentrum
Passeig de Gräcia 107
08008 Barcelona
Tel. 0034-93 238 80 91 -92 -93; Fax: 0034-93 238 40 10
Büro Dali-Jahr 2004
Fundaciön Gala-Salvador Dali
Torre Galatea
Pujada del Castell 28
17600 Figueres
Tel. 0034‑972 67 75 14; Fax: 0034-972 50 16 66
centreestudise,dali-estate.Org
Bulgarien Reisen, Deutschland Reisen, Dänemark Reisen, Frankreich Reisen, Finnland Reisen, Grönland Reisen, Griechenland Reisen, Großbritannien Reisen, Irland Reisen, Kroatien Reisen, Luxemburg Reisen, Malta Reisen, Norwegen Reisen, Italien Reisen, Schweiz Reisen, Shetland Reisen, Österreich Reisen, Polen Reisen, Portugal Reisen, Rußland Reisen, Serbien Reisen, Türkei Reisen, Ungarn Reisen, Zypern Reisen, Amerika Reisen, Afrika Reisen, Asien Reisen, Australien Reisen, Europa Reisen, Last minute reisen, Pauschalreisen, Best minute reisen, Schulferien, Sommerferien, Herbstferien, Lieblingsziele, Ägypten last minute, Madeira last minute, Türkei last minute, Griechenland last minute, Kanaren last minute, Mallorca last minute, Nilkreuzfahrten last minute, Singlereisen, Familienreisen, Clubreisen, Rundreisen, All Inklusive reisen, Flüge, Charterflüge, Linienflüge, Fly and drive, Kreuzfahrten, Last minute Kreuzfahrten, Luxuskreuzfahrten, Clubschiff, Flusskreuzfahrten, schwarze Liste der Fluggesellschaften, Reiseversicherung,