Gran Canaria wird zum Weltreservat der Biosphäre

Die Insel Gran Canaria wurde vergangenen Juni zum Weltreservat der Biosphäre deklariert. Nach dieser Deklaration ist die Insel Gran Canaria nunmehr ein Teil des Netzes, das sich derzeitig aus 482 Reservaten in 102 Ländern zusammensetzt. Das Programm ist von der UNESCO mit dem Ziel geschaffen worden, die Natur zu erhalten und die sozialwirtschaftliche Entwicklung der lokalen Ortschaften anzutreiben. Das weltweite Netz der Reservate der Biosphäre, dem Gran Canaria von nun an ebenfalls angeschlossen ist, konzentriert seine Ziele auf die rationelle Verwaltung der natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig unterstützt das Reservat der Biosphäre die Forschung und den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern, um die biologische Vielfalt auf internationaler Ebene zu erhalten.

Die Deklarierung eines Teils der Insel Gran Canaria zum Reservat der Biosphäre bringt ein auf die Umwelt bezogenes Gütesiegel mit sich, das gleichzeitig für Prestige und eine nach außen hin gerichtete Projektion spricht: Diese Elemente zeigen sich heute als vorrangig in einer Wirtschaft, die einen Teil ihrer Grundlage im Tourismus findet. Zudem repräsentiert sie wichtige Vorteile für die Einwohner des Gebietes, da die Möglichkeit besteht, neue sozialwirtschaftliche Entwicklungsprojekte anzugehen und den Erhalt von Ressourcen zu erleichtern.

Die Deklarierung zum Reservat der Biosphäre kommt keinem höheren Schutzgrad gleich, als dem, den das Umfeld im Rahmen der gültigen Rechtsprechung hat, und ermöglicht es, den Umweltschutz mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Einklang zu bringen. Zu den Zielen zählt die Stimulierung und Förderung von neuen wirtschaftlichen Aktivitäten. Auf der anderen Seite stellt die UNESCO einige Kriterien auf, über die man die Deklarierung zum Reservat der Biosphäre erreicht. Das Gebiet muss über ein Mosaik aus ökologischen und anthropogischen Systemen verfügen und Konservierungsmittel dieser biologischen Vielfalt aufweisen. Zudem wird das geografische Gebiet in Kernzonen aufgeteilt, die kaum gestörte Ökosysteme unter gesetzlichen Schutz umfassen. Die Pufferzone umhüllt und schützt die Kernzone, und die äußeren Übergangszonen sind Stellen, an denen Modelle gefördert werden, die Ressourcen sinnvoll verwalten sollen. Diese Parameter verfolgen die Schaffung eines Verwaltungsplans zur Nutzung der Ressourcen und der menschlichen Aktivitäten in seiner Rolle als Reservat der Biosphäre. Gleichzeitig werden zu seinem Schutz Programme für Forschungsarbeiten, umweltbedingten Erziehung und zur Anwendung von Methoden der nachhaltigen Entwicklung ausgearbeitet. Die landschaftlichen Werte von Gran Canaria werden verwaltungstechnisch im Netz der natürlichen Gegenden festgelegt.

Basierend auf den Kriterien ökologischer Bedeutung und territorialer Kontinuität schlägt die Regierung von Gran Canaria über den Rat für Umwelt und Gewässer, der dem Inselrat José Jiménez Suárez vorsteht, eine territoriale Auswahl entsprechend der vom internationalen Programm Der Mensch und die Biosphäre (MaB) aufgestellten Gebietsaufteilung vor. Die vorgeschlagenen Gebiete repräsentieren am besten die biologische Vielfalt der Insel. Was man mit der Deklarierung zum Reservat der Biosphäre erreichen möchte, ist eine internationale Anerkennung der umweltbedingten Merkmale.

Gebietsaufteilung:

In Hinblick auf die Gebietsaufteilung, geht es zum einen um die Kernzonen, die sich aus dem Integralen Naturreservat Inagua in den Gemeinden Tejeda, Mogán und San Nicolás de Tolentino, dem Sonderreservat Güi-Güi in der Gemeinde San Nicolás de Tolentino, dem Naturpark Tamadaba in den Gemeinden Agaete, Artenara und San Nicolás de Tolentino, dem Naturpark Pilancones in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana und dem Naturmonument Risco de Tirajana in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana zusammen setzen.

Die Pufferzonen setzen sich aus dem Landpark Nublo zwischen den Gemeinden Artenara, San Nicolás de Tolentino, Tejeda, Vega de San Mateo, Mogán und San Bartolomé de Tirajana, dem Naturmonument Roque Nublo in der Gemeinde Tejeda, dem Naturmonument Tauro in der Gemeinde Mogán und dem Ort von Gemeinschaftsinteresse Amurga zusammen. Gleichzeitig beherbergen die Übergangszonen ein Gebiet, das sich aus dem Naturschutzgebiet Las Cumbres zwischen den Gemeinden Gáldar, Santa María de Guía, Moya, Valleseco und Vega de San Mateo sowie einem Einzugsgebiet entlang des Naturparks Pilancones und einem Seegebiet entlang des westlichen Küstenstreifens zwischen dem Strand von Mogán und dem Strand La Aldea zusammensetzt.

In Hinblick auf die von MaB gestellte Anforderung der Erhaltung, verfügt die Insel Gran Canaria über das Gesetz für Naturzonen der Kanarischen Inseln, um den Schutz und die Erhaltung der vorgeschlagenen Gebiete zu bewahren, was wiederum mit weiteren gesetzlichen Rahmen staatlicher Merkmale vervollständigt wird. In diesen Gebieten werden zudem die Programme für Gemeinschaftsentwicklung Leader umgesetzt, um dort die Modalitäten für den Gebrauch von natürlichen Ressourcen zu begünstigen, die mit der Erhaltung kompatibel sind und erweitert werden könnten, da sie an das Internationale Netz von Reservaten der Biosphäre angeschlossen sind.
 


Die schönsten Dünenstrände Spaniens

Strandurlaub in Spanien. Das bedeutet nicht nur gut erschlossene Badeorte mit einer Infrastruktur, die keine Touristenwünsche offen lassen oder verträumte Felsenbuchten, sondern auch naturbelassene, weite, von Dünen gesäumte weiße und goldene Strände, die selbst im Sommer selten überlaufen sind.

Der Wind, der Sand und das Meer. Mit diesen drei Begriffen verbindet man im Sommer wie mit kaum anderen Weite, Unendlichkeit und Freiheit. Aus diesem Zusammenspiel von Naturgewalten entstehen die weiten Gebiete von Küstendünen, die oft langsam landeinwärts wandern, wenn sie nicht durch Vegetation fest verankert sind. Die berühmtesten Küstendünen Spaniens liegen zweifelsohne auf Gran Canaria mit den Dünen von Maspalomas und an der Atlantikküste Andalusiens, wo sie ihre ausgedehnteste und vielleicht schönste Form im Doñana Nationalpark erreichen. Am Rande von Matalascañas, dem gröβten Badeort der Provinz Huelva, lässt es sich herrlich auf angelegten Holzstegen, die immer wieder vom Sand verschüttet, vor einem verschwinden, in die einzigartige Dünenlandschaft wandern. In den tiefen Senken, die zwischen den riesigen Dünenbergen entstehen, wachsen sattgrüne Büsche und Bäume, die im Laufe der Zeit nach und nach wieder durch die wandernden Riesen aus Sand verschüttet werden. Diese Wunder-Wüstenlandschaft am Meer zu durchwandern ist besonders schön gegen Abend, wenn die untergehende Sonne den Sand golden färbt.

Von der südlichsten Provinz Andalusiens aus geht es weiter die Costa de La Luz, die Küste des Lichtes entlang über Cádiz, die weiβe Hafenstadt, in Richtung Tarifa. Hier liegt der weiße Strand von Bolonia, dessen Dünen von Dünengräsern und Disteln bewachsen sind. Kleine Käfer flitzen hier und dort durch den weißen Sand und hinterlassen ihre zierlichen Spuren bis der nächste Windstoß sie hinwegwischt. Nichts anzuhaben scheint der Wind den römischen Ruinen von Baelo Claudia, die unweit vom Strand noch immer wie seit fast 2000 Jahren hinaus auf das Blau des Atlantiks blicken. In den Jahren 41-54 nach Christus unter Kaiser Claudius gegründet, lohnt es sich, die reizvoll gelegene Ausgrabungsstätte mit den Ruinen ihrer Tempel, des Kapitols, der Thermen und des Amphitheaters aufzusuchen.

Weiter reisend ans Mittelmeer über die Costa del Sol, Málaga und Almería, erreicht man das Naturschutzgebiet des Cabo de Gata an der Küste von Almería. Kurz bevor man diese geschützte Küstenregion mit türkisblauem Wasser und einer von Tauchern geschätzten Unterwasserwelt erreicht, mit endlosen, oft nur auf Schotterpisten erreichbaren Stränden, grüβen in der Nähe des kleinen Badeortes San José die weißen Sanddünen des Genoveses-Strandes. Selbst im Hochsommer ist dieses Strandgebiet kaum überfüllt, kann man sich doch herrlich zwischen den mit Dünengras bewachsenen Sandhügeln verlaufen und ein verstecktes Sonnenplätzchen finden.

Richtung Alicante geht die Fahrt weiter an der Mittelmeerküste Spaniens voran, bevor man, Alicante hinter sich lassend, den kleinen, bisher fast nur den Spaniern selbst vorbehaltenen Badeort Guardamar la Segura erreicht. Nicht nur der langgezogene Strand des Ortes an der Costa Blanca und das nahegelegene Elche mit seinen berühmten, von der UNESCO als Kulturdenkmal der Menschheit deklarierten Palmenhainen machen einen Aufenthalt hier lohnenswert. Am Ende des Ortes beginnt eine wunderschöne Dünenlandschaft. Der Wanderbewegung der Dünen, die immer wieder den Ort und seine Häuser bedrohte, setzte man im 19. Jh. durch die Anpflanzung von Pinien und Palmen ein Ende. So hat man heute eine relativ abgeschlossene Dünenlandschaft mit den schönsten kilometerlangen und bis zu 60 m breiten Sandstränden. Hinter den Dünen beginnt ein dichter breiter Waldgürtel aus Pinien, der von Einheimischen und Urlaubern als schattiges Naturerholungsgebiet, das den Namen Königs Alfonso XIII trägt, genutzt wird. Mitten im Parque Alfonso XIII kann man darüber hinaus die Ruinenreste eines vor wenigen Jahren entdeckten phönizischen Hafens und einer maurischen Festungsanlage bewundern.

Ein einsamer Leuchtturm steht an der Spitze der am nördlichen Rand des Ebro-Deltas gelegenen Landzunge Punta del Fangar. Sand und Dünen, wohin man blickt, umgeben vom blauen Meer. Die naturgeschützte, vom Dünenstrand Platja de la Marquesa über einen Feldweg zugängliche Landzunge mit der Lagune El Canal Vell ist ein beliebtes Gebiet für Ornithologen. Aber kaum jemand wird diese Region nur wegen der herrlichen Dünen und der Lagune besuche, ist doch der gesamt Naturpark des Delta
del Ebro eine Oase für Naturliebhaber. Rund 300 Vogelarten sind in diesem Gebiet in der katalanischen Provinz Tarragona zu beobachten, von denen um die 250 hier ständig leben. Reiher, Kraniche, Flamingos oder zahlreiche Entenarten sind nur wenige davon. Die Landschaft besticht durch zahlreiche Lagunen, weite Reisfelder und Flusskanäle. Dazwischen liegen verschlafene Dörfer in dieser Gegend, der man sich am besten per Boot nähert.

Per Boot gelangt man auch auf die Cies Inseln, ebenfalls ein von Dünen geprägtes Naturparadies im Norden Spaniens, vor der galizischen Küste gelegen. Die kleinste der drei Inseln ist als geschütztes Vogelparadies für die Öffentlichkeit gesperrt. Die beiden anderen aber lohnen einen Besuch insbesondere für Fans von weißen, weiten Sandstränden, Felsen, Pinienwäldern und hohen, mit Grasbüscheln bewachsenen Sandbergen. Das sogenannte Grüne Spanien mit Galicien, Asturien, Kantabrien und dem Baskenland verfügt über einige wunderschöne und dem Großteil der ausländischen Spanienbesucher noch unbekannten Dünenstrände. So findet man in der Provinz A Coruña die Dünen von Corrubedo in Dumbría oder den weiten Strand von Lago Louro in Muros y Lira. Inmitten der sattgrünen Landschaft Asturiens warten die kilometerlangen Dünenstrände der Playa de Barayo, von Arenal de Xago oder die Playa de Vega in Ribadasella auf ihre Entdeckung. Im Baskenland an der Biskaya gehört der Strand von Ibarranguela zu einem Muss für Dünenfans. In Kantabrien schließlich wartet mit der in nicht einmal 10 Kilometer Entfernung von der Hauptstadt Santander gelegenen, ebenfalls unter Naturschutz gestellten Dünenlandschaft Dunas de Liencres, eines der schönsten Dünengebiete Nordspaniens. 


Gran Canaria, der kleine Kontinent

Üppige Vegetation, endlose Sandstrände und schroffe Berge. Wegen ihrer abwechslungsreichen Landschaft wird die größte der kanarischen Inseln auch als „der kleine Kontinent" bezeichnet. Und wirklich ist Gran Canaria mehr als bloße Touristenattraktion für einen gelungenen Strand- und Badeurlaub. Um die wahre Schönheit und Vielfältigkeit der Insel zu erfahren, muss sich der Besucher jedoch vom Strand ins Innere der Vulkaninsel aufmachen. Hier wird man von den rasanten Wechseln der Landschaft beeindruckt sein.
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Der schöne Strand Playa Mas Palomas. Foto: Tourspain
 
Hohe Felsmassive, die von bizarren Schluchten durchzogen werden liegen neben grünen Landstrichen, die europäische, amerikanische oder afrikanische Vegetation vorweisen. An wüstenartige Zonen schließen sich die dichten Pinienwälder der Hochebenen an. An den Küsten finden sich weiße Strände, im Inneren sind die schwarzen Vulkane zu besichtigen, die den Bergen ihre auffälligen Formen gaben.

Da die Natur überall auf der Insel gut zugänglich ist, ist Gran Canaria ein hervorragender Standpunkt für Wandern oder Bergsport. Über ein Netz von ausgeschilderten Wanderwegen lässt sich die Natur hier optimal erkunden.

Auch wenn die wilden und steilen Gebiete des Inneren ein beeindruckendes Naturschauspiel und wunderschöne Ausblicke garantieren, so sind doch Hauptattraktion der kanarischen Urlaubsinsel die Strände des Küstenstreifens.

Maspalomas ist vielleicht der schönste, zumindest doch der bekannteste der herrlichen Strände dieser Insel. Feiner weißer Sand auf 6 Kilometern Länge und ruhiges azurblaues Meer - ein Paradies, das zu ausgedehnten Sonnenbädern und Badevergnügen einlädt, besonders auch während des europäischen Winters. Denn gerade der Süden der Insel ist fast das ganze Jahr hindurch wolkenfrei und hat ein exzellentes Klima. Entlang des Strandes finden sich neben den zahlreich Hotelanlagen und Appartements auch schöne Palmengärten und sogar einen Süßwassersee.
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Allseits beliebt ist der Strand von Playa del Inglés. Foto: Tourspain
 
Nicht weniger populär und beliebt ist Playa del Ingles. Zusammen mit Maspalomas und dem weniger bekannten San Augustín ist der Ort eines der wichtigsten touristischen Zentren in Spanien. Die langen Wanderdünen der Strände werden immer wieder von Palmenoasen unterbrochen, so dass man am Meer den Eindruck einer richtigen Wüste bekommt. Nur nicht so abgeschieden, denn entlang der Küste ist das komplette Angebot sportlichen Aktivitäten, Restaurants, Bars und Nachtclubs zu finden.

Wer etwas weniger Trubel sucht, trotzdem aber nicht auf die gute touristischen Infrastruktur verzichten möchte, der ist in Puerto Rico oder Morgán richtig. Hier findet man sowohl einen modernen Yachthafen als auch die traditionelle Bauweise und das idyllische Flair eines alten Fischerdorfes.

Weitere beliebte Strände sind darüber hinaus Galdar, mit seiner bizarren Steilküste, Playa de la Canteras, ein feiner Sandstrand in der Nähe der Hauptstadt Las Palomas, Playa de las Nieves, der seinen Namen von den schneebedeckten Bergen im Hintergrund erhielt und die Costa de Banaderos, mit abgeschieden, kleinen Buchten. Diese gelungene Kombination aus Strandidyll und Naturerlebnis macht Gran Canaria zum Urlaubsziel mehrerer Millionen Besucher im Jahr.


Gran Canaria, Städte und Sehenswürdigkeiten

Neben den traumhaften Stränden auf Gran Canaria hat die Insel auch an malerischen Städten und beachtlichen Kunstwerken etwas zu bieten. Die größte Stadt und zugleich Hauptstadt der Insel ist Las Palmas. Hier befindet sich zudem auch einer der wichtigsten Häfen des Atlantik. Im Jahr 1478 wurde die Stadt von Königin Isabella der Katholischen gegründet . Bis heute ist der historische Stadtkern erhalten geblieben. Las Palmas beschreibt sich selbst als „originelle Stadt“. Sie verfügt über eine eigenständige Architektur, die mit ihren bunt bemalten Häusern dem typisch kanarischen Stil entspricht. Das Vegueta genannte Viertel –das älteste von Gran Canaria- besticht durch seinen Strassen mit Natursteinpflaster sowie die zahlreichen herrschaftlichen Bauten, die deutlich durch den lateinamerikanischen Kolonialstil beeinflusst wurden.
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Die Dünen von Maspalomas. Foto: Tourspain
 
Im gleichen Viertel stößt man auch auf die Kathedrale der Hauptstadt, die sich am Platz Santa Ana befindet. Man begann ihren Bau 1497, der erste Gottesdienst nach der Fertigstellung konnte jedoch erst im Jahr 1570 abgehalten werden. Das Innere der Kathedrale entspricht dem gotischen Stil, wobei vor allem die drei Kirchenschiffe zu beachten sind. Als architektonisches Meisterwerk wird das Gewölbe der Krypta angesehen, die sich unter dem Hochaltar befindet. Im Innenhof des Gotteshauses liegt der Patio de los Naranjos: der Orangengarten, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Im Besitz der Kathedrale befinden sich außerdem vielfältige Kunstschätze, welche sich entweder in der Kirche selbst oder aber im Diözesanmuseum besichtigen lassen. Das Museum wurde 1984 eingeweiht und beherbergt eine Reihe von interessanten Gemälden und Goldschmiedearbeiten, die Aufschluss über die sakrale Kunstgeschichte der Insel geben.

Ein absolutes Muss bei einer Besichtigungstour der Hauptstadt ist das Kolumbushaus. Es ist ein brillantes Bauwerk der herrschaftlichen Architektur. Zeitweise war es Wohnsitz der Gouverneure und des Vogts und es ist überliefert das der Entdecker Kolumbus hier übernachtete bevor er zu seiner Expedition nach Amerika aufbrach.Heute werden hier Dokumente und Gegenstände aufbewahrt, die bezeugen, welche Rolle die kanarischen Inseln bei der Entdeckung Amerikas spielten.
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Blick auf den Roque Bentaiga. Foto: Tourspain
 
Die Atmosphäre der Hauptstadt ist fröhlich und lebendig, und zeugt von einer Bevölkerung mit südländischem Temperament. Der mediterrane Charakter kommt vor allem um den Canteras Strand zur Geltung. Eine Promenade voll von Licht und Leben, welche die Stadt mit dem Meer verbindet und wo man noch bis spät in die Nacht hinein flanieren kann. Das kulturelle Angebot der Stadt mit seiner hervorragenden Gastronomie und viele folkloristische Feierlichkeiten runden einen Besuch ab.

Im Landesinneren dagegen lässt sich eher der Charme der ländlichen Architektur erkunden. Als einer der schönsten Orte in den grünen Regionen der Berge wird Teror angesehen. Hierhin pilgern die Inselbewohner, um vor dem Hauptaltar der Basilika die Virgen del Pino – die Jungfrau der Pinie- zu verehren. Weitere schöne Städte sind Fataga und Santa Lucía, deren Gebäude sich in strahlendem Weiß inmitten der Palmenhaine erheben, die von den hohen Felsmassiven umgeben sind.

An den Hängen der Gebirgen gibt es zahllose malerische Bergdörfer zu entdecken, in denen das Leben größtenteils noch in seiner ursprünglichen, traditionellen Form verläuft und vom Tourismus unberührt blieb.

Besonders hervorzuheben sind noch die Städte Telde und Galdar, die beide einst die Hauptstädte von Königreichen waren, bevor die Spanier die Kanaren eroberten. Telde ist die zweitgrößte Stadt der Insel, und in seinem historisch Viertel San Fransisco scheint die Zeit still zu stehen. In den verschlungenen Gassen mit ihrem Kopfsteinpflaster fühlt man sich schnell in vergangene Jahrhunderte zurück versetzt.

Interessant ist hier ein Besuch des Museum León y Castillo, in dem die Arbeiten spanischer Künstler zu sehen sind. Telde ist auch Ausgrabungsort archäologischer Schätze von großer Bedeutung.