Kulturschätze in der Region Kastilien & Leon
Die Doppelregion Kastilien und León zeichnet sich in erster Linie durch ihre Größe aus. Das Überdimensionale bezieht sich gleichermaßen auf die geografischen Ausmaße, als auch ihren enormen Reichtum an Kulturschätzen.

Kulturerbe in Kastilien & Leon - die Ruinen von Numancia. Foto Tourspain
Mit einer Fläche von 94 147 Quadratkilometern nimmt sie ein Fünftel des spanischen Festlandes ein und ist zudem die am weitesten ausgedehnte Region innerhalb der Europäischen Union.
Die Landschaft wird bestimmt von den majestätischen Gebirgsketten, welche die natürlichen Grenzen bilden, von denen die autonome Region eingeschlossen wird. Man kann die unterschiedlichsten Gegebenheiten vorfinden: in den Höhenlagen bleiben die Gipfel der Berge das ganze Jahr hindurch schneebedeckt, in den mittleren Zonen findet man dagegen dichte Wälder und eine üppige Vegetation. Es gibt tosende Flüsse, die aus den Bergen herabstürzen und Heide- und Steppenlandschaften Aufgrund des großen Fläche bieten die Lebensräume von Kastilien und León auch eine facettenreiche Fauna.
Seltene und geschützte Tierarten wie Bären oder Wölfe haben in den schwerzugänglichen Gebieten der Provinz eine Zuflucht gefunden. Auch bedrohte Vogelarten sind anzutreffen, etwa der Kaiseradler oder die Störche, die hier überwintern.
Darüber hinaus lässt sich die bewegte Geschichte der Provinz anhand der einzigartigen Baudenkmäler zurückverfolgen, von denen es hier so viele gibt. Zahlreiche Fundstücke stammen aus der Römerzeit. In der gesamten Gebiet gibt es die Überreste von Brücken, Thermen, und Aquädukten, die von den römischen Eroberern errichtet wurden.
Noch deutlichere Spuren hinterließen die Goten. Als Christen schufen sie die ersten Kirchen.Kastilien und León spielte eine tragende Rolle in der Verbreitung des Christentums und der christlichen Kultur. Entlang des Jakobswegs der nach Santiago de Compostela führt, entstanden Meisterwerke der romanischen Baukunst und um die Jakobspilger zu unterstützten wurden zahlreiche Strasse, Brücken und Hospitäler angelegt.
Besonders die Gotik gilt als Blütezeit der Provinz,. Damals war der Begriff Kastilien und León gleichbedeutend mit Spanien uns auch aus dieser Epoche sind bedeutende Bauten erhalten geblieben.
Castilla y León kann als Zusammenfassung von 200 Jahren christlicher Geschichte angesehen werden, die den Besucher immer wieder aufs Neue beeindruckt und in Erstaunen versetzten kann.
Lebendige Traditionen und Kultur in Kastiliens Städten
Mit an die 40 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Stätten gehört Spanien zu den führenden Kulturdestinationen Europas. Allein drei der insgesamt 9 Weltkulturerbe-Städte liegen im Herzen Spaniens, auf den Hochebenen von Kastilien und León.
Wie Gold glänzt die Stadt im untergehenden Licht der Sonne. Der gelbe Sandstein der Häuser und Paläste mit ihren plateresken Fassaden, jenem ganz eigenen Kunststil, der in Salamanca seinen absoluten Höhepunkt erreicht, strahlt die Wärme des Tages wider. Jetzt, wenn der Tag sich seinem Ende zuneigt, scheint das Leben in Salamanca, einer der ältesten Universitätsstädte Spaniens im Herzen Kastiliens, zu erwachen. Die zahlreichen Studenten, Besucher und Bewohner zieht es in die Cafes und Bars rund um die wohl schönste Plaza Mayor in Spanien mit ihren Kolonnaden und Galerien.
Das Zentrum Salamancas erreicht der Besucher über die alte romanische Brücke, die den Riom Tormes überspannt, an dessen Ufer schon Lazarillo, der erste Schelm der Weltliteratur, seine Träume von einem besseren Leben träumte. Der Blick geht hinüber zu den Kuppeln der beiden Kathedralen, der romanischen Santa Maria de la Sede aus dem 12. Jahrhundert und der Neuen Kathedrale, erbaut in einer Stilmischung aus Gotik, Renaissance und Barock. Ganz in ihrer Nähe befindet sich die „Casa de las Conchas“, das prächtige Muschelhaus, ein Palacio, dessen Fassade völlig mit steinernen Jakobsmuscheln, dem Symbol der Pilger auf dem Jakobsweg, überzogen ist. Die Front der alten renommierten Universität Salamancas wird geschmückt von überwältigend schönen Motiven im plateresken Stil, mit Königs- und Adelswappen. 1988 wurde Salamanca zum UNESCO Kulturerbe der Menschheit erklärt. Die Atmosphäre der Stadt ist einmalig, atmet man hier doch in einem unvergleichlichen Zusammenspiel lebendige Tradition, Kultur und Wissenschaften, aber auch eine ungeheure Lebensfreude und sprichwörtliche Leichtigkeit des Seins. Es gibt wohl nicht viele Städte dieser Welt, die auf junge und ältere Menschen gleichermaßen so anziehend wirken wie Salamanca. Nicht von ungefähr gehört sie zu den beliebtesten Städtezielen Spaniens.
Besonders bei Sprachurlaubern bietet die Universität Salamancas eines der größten Sprachlern-Programme des Landes für Ausländer sowie gemeinsame Kurse mit spanischen Studenten in den verschiedensten Themenbereichen, vom Spanischen Tanz über Kino und Musik und vieles mehr. Hier finden angehende Übersetzer, Angehörige technischer Berufe, Lehrer und Unternehmer speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Programme. Alljährlich gibt es Sommerkurse für Jedermann, aber auch Intensiv-Sprachkurse für den Herbst oder Winter. Daneben finden Sprachlernende eine große Anzahl von privaten Sprachlehrinstituten.
Bereits seit den Anfängen der Universität, als Alfons X. das Studium Generale einführte und Papst Alexander VI. den Abschlüssen universale Gültigkeit zuerkannte, widmete sich Salamanca der Kultur und Bildung. Die großen Intellektuellen und Gelehrten Spaniens, wie der Theologe Fray Luis de León oder der Philosoph Miguel de Unamuno unterrichteten hier. 1492 veröffentlichte Antonio Nebrija hier die erste Grammatik in kastilischer Sprache. Kurz darauf setzten sich die italienischen Meister und ihr Humanismusgedanke durch. Salamanca wurde bekannt als das „spanische Athen“, als die „Republik der Geisteswissenschaften“. Heute ist Salamanca eine bedeutende Etappe auf den beiden großen spanischen Kulturrouten, dem „Weg der Kastilischen Sprache“ und der alten Silberroute der Römer, der „Via de la Plata“.
Avila – Eine zu Stein gewordene Legende
Wer auf dem Weg der kastilischen Sprache weiterreist, entdeckt sie schon von weitem: Die mächtige Stadtmauer mit ihren zinnenbekrönten Türmen, die Avila umgibt und ihr bedeutendstes Wahrzeichen und der ganze Stolz ihrer Bewohner ist. Diese weltweit am besten erhaltene Stadtmauer beeindruckt allein schon aufgrund ihrer Ausmaße: Ihr rechteckiger Grundriss hat einen Umfang von 2,5 km. Sie ist 12 Meter hoch und drei Meter breit. Dahinter steigt die mächtige Gebirgskette der Sierra de Gredos empor. Avila, die Stadt der Heiligen Theresa, hat bis heute ihre feierliche kastilische Strenge zwischen Mauern und Steinen bewahrt. Kaum eine andere Stadt spiegelt so den kastilischen Geist jener Zeit, in dem militärisches und religiöses Denken und Tun eng verknüpft waren und die Geschicke einer ganzen Epoche bestimmten, wider. Noch immer umfängt einen jener Hauch des Mystischen eines Juan de la Cruz, des großen Mystikers der Stadt, tritt man durch eines ihrer Stadttore und schlendert über das Kopfsteinpflaster der engen Gassen der Altstadt. Und überall begegnet einem die Heilige Theresa von Avila. Dort sitzt sie in Stein gehauen in ihrem weißen Nonnengewand zwischen den Besuchern auf den Treppenstufen hinauf zur Kathedrale, in der Kirche San Juan, in dessen Taufbecken sie ihre Taufe erhielt oder im Garten des Konvents de Santa Teresa, der auf den Grundfesten ihres Elternhauses errichtet wurde. Beim Besuch der Klöster sollte man auf keinen Fall vergessen, das sehr weltliche Süßgebäck, das dort hergestellt wird, zu probieren, wie beispielsweise die „Yemas“ von Santa Teresa. 1985 wurden die Altstadt Avilas und die Kirchen außerhalb der Stadtmauern von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt.
Segovia: Römisches Wunderwerk und Märchenschloss
Im gleichen Jahr erhielt auch die dritte UNESCO-Stadt Kastiliens, Segovia, ihren Titel als Kulturerbe der Menschheit. Weltberühmt ist der riesige, 28 Meter hohe Aquädukt, dem Tor zur Altstadt Segovias. Von den Römern erbaut, um Wasser aus dem 18 km entfernten Rio Frio in die Stadt zu befördern, ist er bis heute Zeugnis für die römische Epoche der Stadt, in der Segovia als militärischen Stützpunkt ausgebaut wurde. Bis in unsere Tage sind vom Aquädukt der vollständige Lauf der Mauern sowie drei der ursprünglich fünf Tore erhalten. Das beeindruckende Bauwerk mit aus zwei übereinander liegenden Bögen, die auf 128 Säulen ruhen, lässt jeden Besucher staunen. Am Aquädukt vorbei gelangt man in die Altstadt, deren gotische Kathedrale besonders sehenswert ist und zum Alcázar, jener märchenhaften Burg, die einst Sitz des Königshauses war und die viele aufgrund ihrer malerischen Silhouette als schönste Burg Spaniens bezeichnen.
Bei aller Kultur und den großartigen Zeugnissen der Vergangenheit locken die Städte Kastiliens aber auch mit einer ausgesprochen guten und herzhaften Küche, für die vor allem die knusprig gebackenen Spanferkel und Milchlämmer charakteristisch sind. Dazu gehört wie überall in Spanien ein guter Tropfen Rotwein und viel spanische Gemütlichkeit in den zahlreichen Restaurants, Bars und Cafés.
Ávila - Stadt der Steine und der Heiligen
Wer Ávila besichtigen möchte, sollte seinen Besuch bereits zwei Kilometer vor der Stadt beginnen. Vom Hügel Los Cuatro Postes aus nämlich bietet sich einem ein spektakulärer Blick über die mittelalterliche Stadt. 
Die Stadtmauer von Ávila. Foto: Tourspain
Betritt man danach die Provinzhauptstadt durch ihre massiven Stadtmauern, hat man das Gefühl als sei die Zeit im innersten Kern Ávilas stehen geblieben. Dabei reicht die Geschichte der Stadt noch wesentlich weiter zurück als es die mittelalterliche Kulisse vermuten lassen würde. Bereits 700 vor Christus existierte hier eine Siedlung, die dann von den Römern zur Festung ausgebaut wurde. Mit dem Niedergang des römischen Imperiums setzte auch der Verfall Ávilas ein. Erst unter der Herrschaft von Raimund von Burgund erholte sich die Stadt und erlebte im 16. Jahrhundert eine wahre Blütezeit. Aus dieser Zeit sind viele Baudenkmäler erhalten geblieben.
Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Mauer, die als besterhaltene in Europa gilt. Ihr Bau wurde im Jahr 1090 begonnen. Am interessantesten ist die Ostwand, wo der bekannteste der insgesamt 88 Türme zu finden ist. Der sogenannte „cimorro“, integriert einen Teil der Apsis der Kathedrale in die Stadtmauer. Er hat so die Funktion eines zusätzlichen Wehrturms, ist aber bei weitem der dekorativste.
Ebenfalls an der östlichen Front liegen die Puerta del Alcázar und die Puerta de San Vincente, zwei Zwillingstore, welche die imposanten Wehrtürme flankieren. Von hier aus ist es den Besucher auch möglich, einen eigens dafür hergerichteten Teil der Stadtmauer zu besteigen und den Blick über die Stadt zu genießen. 
Blick auf Avila bei Nacht. Foto: Tourspain
Durchschreitet man die Puerta del Peso de la Harina aus dem 16. Jahrhundert, sieht man sofort die beeindruckende Kathedrale. Auf den ersten Blick mag das Gotteshaus mehr an eine kriegerische Festung erinnern. In der Fassade vermischen sich gotische und barocke Element zu einem fast 43 Meter hohen Zinnenturm. Mit dem Bau der Kathedrale wurde bereits im 12. Jahrhundert begonnen, im 14. Jahrhundert folgten Anbauten und Erweiterungen zumeist im gotischen Stil.
Bautechnisch sind vor allem die Höhe des Gebäudes und die Anordnung des Chorgangs beachtenswert. Insbesondere der Chorgang um den Hochaltar gilt als eine geniale Lösung des Problems von Spannung und Belastung. Im 17. Jahrhundert wurde die Hauptfassade vollendet. Im Inneren der Kathedrale sollte man dem Grabmal des Bischofs Alonso de Madrigal, mit seiner wunderschönen Ausführung in Alabaster, besondere Beachtung schenken. Faszinierend sind auch die Gemälde von Pedro Berruguette, Santa Cruz und Juan de Borogna, die als Höhepunkte spanischer Malkunst gefeiert werden. Im Anschluss empfiehlt sich auch ein Besuch des Kathedralmuseum, in dem wertvolle Skulpturen, Bücher, Sakralgegenstände und sogar ein Gemälde von El Greco untergebracht sind.
Von hier führt die Strasse Calle de los Reyes Católicos zur Plaza del Mercado Chico, einem ehemaligen römischem Forum. Hier befindet sich die Kirche San Iglesia de San Juan, in der die heilige Therese getauft wurde. Das Taufbecken ist bis heute erhalten geblieben. Am gleichen Platz liegt auch das Rathaus von Ávila.
Folgt man der Strasse Calle de López Núnez, kann man die Herrschaftshäuser der Familie Águila und das Palais der Familie Verdugo besichtigen. Beide sind herausragende Bauten, die in ihrem Stil ganz der militärischen Strenge und Sachlichkeit entsprechen, die typisch für Ávila ist.
Nicht ohne Grund trägt Ávila den Beinahmen „de los Caballeros“, die Ritterstadt. Es gibt eine Vielzahl von Adelshäusern, die zwar im Lauf der Zeit an Glanz verloren haben, aber immer noch beachtliche Werke der profanen Baukunst sind. Sehenswert sind in dieser Hinsicht besonders der Palacio de Benavites, heute ein Parador, also ein staatliches Luxushotel. Darüber hinaus das Palais Polentinos, mit einer schönen Renaissance Fassade und der Palast der Familie Dávila. Diese Anlage besteht aus vier Häusern, die jeweils in einem anderen Stil errichtet wurden. Sie ergeben eine Art Festung mit Zinnen und Schießscharten.
Ganz in der Nähe erreicht man das Kloster Mosén Rubí, mit Elementen aus der Gotik und der Renaissance und das älteste Tor der Stadtmauer: Portillo de Mariscal. Das der heiligen Theresa gewidmete Kloster Convento de Santa Teresa, liegt an der Plaza de la Santa und wurde auf dem Grundstück ihres Geburtshauses, des Herrschaftshauses der Familie Cepeda erbaut. Man sollte sich die Schnitzereien und die schöne Kapelle ansehen, die auch den Namen der Reformatorin des Karmeliterordens trägt.
Die Iglesia de San Pedro. Foto: Tourspain
Eine der ältesten Kirchen der Stadt ist Iglesia de San Pedro, am Platz El Grande gelegen, in dessen Nähe sich auch die Klöster Conceptionistas und Nuestra Senora de Garcia befinden. In letzteres trat die heilige Therese mit 16 Jahren ein.
Gegenüber kann man die romanische Kirche Santo Tomá el Viejo besichtigen. Läuft man durch die Strasse Calle del Teatro, gelangt man direkt in den Park San Vincente, mit großen Steinplatten aus der Römerzeit. Neben dem Park erhebt sich die Basilika San Vicente, das schönste romanische Bauwerk der Stadt. Sie wurde im 12. Jahrhundert gebaut um drei Märtyrer zu würdigen , die an dieser Stelle den Tod fanden. Bemerkenswert ist die westliche Fassade El Pórtico de la Gloria de Ávila. Im Inneren beeindruckt die Basilika durch ein ungewöhnlichen Zusammenspiel von Raum und Licht.
In geringer Entfernung kann man auch noch der Kirche San Andrés einen Besuch abstatten. Einem romanischen Gotteshaus, in dessen Kapelle eines der besterhaltenen Kapitelle aufbewahrt wird. Erwähnenswert ist auch das Kloster Monasterio e Santo Tomás, ein Meisterwerk der isabellinischen Gotik, dessen Bau im Jahr 1493 vollendet wurde. Es beherbergt die Grabanlage des Kronprinzen Juan mit Kunstwerken von Domenico Fancelli. Unbedingt anzusehen sind auch die drei wunderschönen Kreuzgänge: des Noviziats, des Schweigen und der Könige.
Beeindruckende Gebirgsketten und Kirchen in Ávila
Die Umgebung von Ávila hält einerseits zahlreiche Baudenkmäler für historisch Interessierte bereit. Zum anderen besticht sie durch ihre reizvolle Landschaft. Im Norden sind weite Ebenen und eine abwechslungsreiche Landschaft charakteristisch, im Süden erhebt sich das hohe Bergmassiv Sierra de Gredos.Am besten nutzt man die Hauptstadt als Ausgangspunkt um die Provinz zu erkunden. Nördlich gelangt man in die Region La Morana: Wer sich für Architektur interessiert wird hier voll auf seine Kosten kommen, denn es finden sich hervorragenden Beispiele des Mudéjarstils, der in dieser Zone typisch ist.
Imposant sind die Gebirge rund um Ávila. Foto: Tourspain
Sehenswerte Kirchen kann man in den Dörfern Órbita, Espinosa de los Caballeros und La Lugareja besichtigen. Letzter gilt, obwohl sie unvollendet ist, als eins der schönsten Gebäude in dem hier führenden Architekturstil.
Unbedingt besuchen sollte man auch das Dorf Arévalo, das zum Baudenkmal von kunsthistorischem Wert ernannt wurde. Es ist das Zentrum der Mudéjar Baukunst und von kriegerischer Vergangenheit geprägt. Bemerkenswert sind die Plätze Plaza de la Villa und Plaza del Arrabal. Ebenso die Kirchen Santa María la Mayor, San Martin, das Schmuckstück des Dorfes, mit zwei schlanken Türmen und einem Mix aus unterschiedlichen Stilelementen und die gotische Kirche Santo Domingo de Silos.
Beeindruckend ist auch die Burg, die restauriert wurde und einen ungewöhnlichen halbkreisförmigen Hauptturm aufweißt.
Über die Landstrasse kann man weiter nach Madrigal de las Altas Torres fahren, ein geschichtsträchtiger Ort, dessen Name auf die 100 Wachtürme zurückzuführen ist, die einst ein Teil der Stadtmauer waren. Von ihnen sind heute lediglich 23 erhalten. Ein absolutes Muss ist ein Besuch des Königspalastes von Juan II. Hier wurde 1451 die katholische Königin Isabella geboren. Verschiedene Räume sind für die Öffentlichkeit zugänglich, darunter das Schlafzimmer, in dem die Königin zur Welt kam und der Salón de Cortes.Man sollte auch die Kirchen Santa María del Castillo und San Nicolás de Bari in einen Rundgang durch den Ort einschließen. San Nicolás besitzt mit 75 Metern den höchsten Turm der Gegend.
Eine andere empfehlenswerte Reiseroute liegt südlich von Ávila. Zunächst steht hier die Natur im Vordergrund. Man reist durch die mächtigen Berge der Sierra de Gredos zum Aussichtspunkt auf dem Pass Menga. Den spektakulären Anblick, der sich von der Höhe aus bietet, darf man nicht verpassen. Nicht weniger imposant ist das Panorama das sich in Hoyos del Espino vor einem entfaltet. Von hier aus kann man den Aufstieg zur Laguna Grande und zum Gipfel Almanzor beginnen. Die einzigartige Gletscherlandschaft wurde zu Regionalpark erklärt. Sie beheimatet den selten gewordenen iberischen Steinbock und andere geschützte Tierarten. 
Der Hügel Cuatro Postes bei Avila. Foto: Tourspain
Der nächste empfehlenswerte Ort ist Barco de Ávila, mit seinem reichen Kulturerbe. Es gibt noch gut erhaltenen Teile der Stadtmauer zu besichtigen, und das Castillo de Valdecorneja, eine Festungsburg aus dem 15. Jahrhundert. In dem ehemaligen Sitz der Herzöge von Alba werden heute Kulturveranstaltungen durchgeführt. Wahrzeichen des Ortes ist jedoch die gotische Kirche Nuestra Senora de la Asunción. Der Bau aus dem 14. Jahrhundert birgt wertvolle Gemälde unter anderem von Gregorio Hernández.
Im circa 20 Kilometer entfernten Piedrahita, stößt man auf einen weiteren Palast der Herzöge von Alba, deren Besitz sich über fast 100 Dörfer und Gemeinden erstreckte. Der Palast zeugt mit seinen Gärten und neoklassizistischer Architektur vom einstigen Glanz der Lehnsherren.
Eine andere Strecke im Süden führt über Mombeltrán, mit einer Burg aus dem 15. Jahrhundert, nach Arenas de San Pedro. In dem wichtigsten Ort der Gegend gibt es einige Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel das Castillo de la Triste Condesa – die Burg der traurigen Gräfin. Oder die Kirche die ebenfalls den Namen Nuestra Senora de la Asunción trägt. Obwohl sie im 16. Jahrhundert erbaut wurde ist sie im gotische Stil gehalten. Beachtlich ist auch der Palast des Infanten Luis de Borbón.
Fährt man weiter erreicht man das Dorf Candeleda, das den Besucher durch seine malerischen Gassen und die geschmückten Balkone verzaubert. Von historischem Interesse ist die Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Sowie die Kapelle Nuestra Senora de Chilla, die ganz in der Nähe des Ortes zu finden ist.
Naturliebhaber sollten abschließend noch einen Abstecher zu den Hölen von Cuevás del Águila machen. Sie bieten einen bizarren Anblick aus Tropfsteinen, die sich aus dem Sandstein heraus gebildet haben.
Burgos, das Bindeglied zwischen den Kulturen
Burgos gilt als Verbindungsstück zwischen den vielen Kulturen, die sich am Jakobsweg vermischten. Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück und vor Valladolid hatte Burgos im Mittelalter die Stellung als Hauptstadt Kastiliens. Die malerishe Altsatdt lädt zu Streifzügen ein, um sich ein Bild über die Atmosphäre und die Baudenkmäler zu verschaffen.
Die Ermita de San Bartolome S X-XI in Ojo Guarena bei Burgos. Foto: Tourspain
Man betritt den alten Stadtkern durch den Torbogen Arco de Santa María, aus dem 14. Jahrhundert, der ein Teil der ehemaligen Stadtmauer war. Er wird geschmückt durch die Figuren lokaler Persönlichkeiten, die in der Geschichte von Burgos einen wichtige Rolle spielten.
Ihm gegenüber stößt man direkt auf den beeindruckendsten und bedeutendsten Bau der Stadt: die Kathedrale. In der Dichtung wird sie als „delikat wie ein weibliches Schmuckstück“ beschrieben und in der Tat erinnern die filigranen Verzierungen und Säulen daran. Das gotische Bauwerk wurde im 13. Jahrhundert erbaut und König Fernado III legte eigenhändig den Grundstein im Jahr 1221. Sie ist die drittgrößte Kathedrale Spaniens. Eine architektonische Meisterleistung ist das Portal Puerta del Sarmental, ebenso die Konstabler Kapelle, in der sich das Grabmal des Befehlshaber und eine goldene Treppe befinden. Im Anschluss lohnt sich auch ein Besuch im Dommuseum, welches interessante sakrale Kunstgegenstände und religiöse Gemälde aufbewahrt.
Eine weitere sehenswerte Kirche ist San Nicolás, die genau hinter der Kathedrale liegt. Sie besticht durch ein großartiges Altarbild, aus kunstvollen, mehrfarbigen Alabasterschnitzereien. Genauso bemerkenswert ist die Kirche San Esteban deren Bau im Jahr 1280 begonnen wurde. Heut ist hier ein Retabelmuseum eingerichtet worden, das über eine beeindruckende Sammlung verfügt.
In der Nähe des Flusses Alarzón, der Burgos in zwei Hälften teilt, ist der herausragendste Zivilbau der Stadt zu sehen. Es handelt sich um die Casa del Cordón. Sie ist ein geschichtsträchtiger Ort, den hier wurde Kolumbus 1497 von den Katholischen Königen empfangen, als er von seiner Amerikaexpedition wiederkehrte. Das Gebäude hat eine strenge Architektur und davor befindet sich ein schöner Platz.
Man kann den Fluss über die Brücke San Pablo überqueren und dann im anderen Teil der Altstadt der Casa de Miranda und der Casa de Angulo einen Besuch abstatten. Die beiden nennenswerten Herrenhäuser beherbergen heute das Museo de Burgos. Geschichtlich Interessierte kommen hier voll auf ihre Kosten, denn hier gibt es in den Abteilungen für Archäologie und Kunst viel Funde zu bestaunen.
Ein wenig außerhalb des Stadtkerns ist das Kloster Real Monasterio de las Hueglas Reales zu finden. Es wurde 1187 von Alfonso III gegründet, auf einem Gelände das ursprünglich ein Erholungsgebiet des Zisterzienserordens war.
Ein besonderes Schmuckstück ist der gotische Kreuzgang, in dessen Mudejar Verzierung bemerkenswerter Wiese auch islamische Ornamente auftauchen. In der Kapelle, der königlichen Grab- und Gedächtnisstätte wird eine Holzfigur des Apostels Jakob aufbewahrt. Das Besondere an der Holzfigur sind ihre beweglichen Arme, die dazu verwendet wurden, die kastilischen Prinzen zum Ritter zu schlagen.
Man sollte auch das Museo de Ricas Telas nicht versäumen. Hier werden wertvolle Gewebe aus dem Mittelalter ausgestellt. Daneben wird auch ein Banner gezeigt, das bei der Schlacht von Las Navas de Tolosa gegen die Mauren erbeutet wurde.
Wenn man Burgos besucht, sollte man auch einen Abstecher nach Cartuja de Miraflores machen. Östlich der Stadt gelegen, ist das Kartäuserkloster ein weiteres interessantes Bauwerk. Es wurden von 1454 bis 1488 erbaut und in seiner Kirche befindet sich das Grab von Prinz Alfons, einem Bruder der Königin Isabella der Katholischen.
Hier stößt man zudem auf ein kunstvoll gearbeitetes Altarbild, das Gil de Siloé zugeschrieben wird. Laut der Überlieferung stammt das Gold, welches für die Verziehrungen verwendet wurde aus der neuen Welt und war das Erste, das die Eroberer von dort zurück nach Spanien brachten.
2000 Jahre Geschichte in León
Die Geschichte von León reicht zurück bis zu dem Lager einer römischen Legion, das hier zwischen den Flüssen Torío und Bernesga eingerichtet wurde. Seine Blütezeit erreichte es im Mittelalter, als es zur Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs León ausgerufen wurde. Der damalige Glanz ist bis heute in den prächtigen Bauwerken der 2000jährigen Stadt lebendig.
Kernpunkt der Altstadt ist die Plaza Mayor, ein lebhafter Platz, der vom Rathaus dominiert wird. Das sogenannte Consistorio Viejo, besitzt eine lange Fassade, die vom Volksmund als „Balkon der Stadt“ bezeichnet wird. Früher nahmen von den Galerien des Palastes aus, die Stadtherren an öffentlichen Veranstaltungen teil.
Nicht weit entfernt ist auch die Plaza de San Martin zu finden. Rund um den Platz haben sich sowohl die Residenzen der Adelsfamilien als auch viele Kirchen angesiedelt.
Von dort aus braucht man nur ein paar Schritte, um zum Wahrzeichen der Stadt zu gelangen. Die Kathedrale gilt als eines der schönsten Beispiel der spanischen Gotik . Mit ihrem Bau wurde im Jahr 1255 begonnen, auf einem Gelände auf dem sich zunächst römische Thermen, später auch ein romanischer Vorläufer der Kathedrale befand. Größte Kostbarkeit des Gotteshauses sind die circa 1800 Quadratmeter Buntglasfenster. Als „ein Wunder aus Licht und Stein“ werden sie wegen ihrer meisterhaften Verarbeitung bezeichnet.
Unbedingt anzusehen ist auch das Dommuseum: seinen Sammlung an Kunstschätzen und Fundstücken ist eine der vollständigsten überhaupt und reicht bis zur Vorgeschichte zurück.
Frisch und lecker - Spezialitäten aus León. Foto: Tourspain
Von der Kathedrale aus führt die Calle Ancha zum Palast derer von Guzmán. Der heutige Sitz der Provinzial Deputation ist vor allem wegen seiner imposanten Hauptfassade und dem eleganten Renaissance Innenhof sehenswert. Der Patio wird von Arkaden im Platereskenstil umschlossen.
Für Architektur Fans dürfet auch das moderne Gebäude gegenüber interessant sein. Die Casa de Botines wurde von dem weltbekannten Architekten Antonio Gaudí entworfen.
Zurück ins Mittelalter versetzt einen anschließend die Basilika des Heiligen Isidoro. Überraschenderweise ist sie in einen Teil der alten Stadtmauer integriert. In ihrer königlichen Gruft – der Panteón Real – wurden die 23 Monarchen die León regiert haben bestattet. Sie ist geschmückt mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert, wegen deren Schönheit sie manchmal auch als „sixtinische Kapelle“ bezeichnet wird. Auch an diese Kirche schließt sich ein Museum an. Hervorzuheben ist besonders die große Sammlung an mittelalterlichen Handschriften.
Empfehlenswert ist auch das Museo de León, das dem Besuchern die Geschichte der Stadt näher bringt und über bedeutende Schätze verfügt. Darunter auch der Cristo de Carrizo, ein Kreuz aus Elfenbein, das aus dem 11. Jahrhundert stammt. Es befindet sich in der Kirche Hostal de San Marcos, das man als Abschluss des Rundgang durch León besichtigen sollte.
Es liegt am Flussufer auf der anderen Seite der Altstadt und wurde im 16. Jahrhundert als Hospiz für die Pilger des Jakobswegs gegründet. Es wurde im plateresken Stil der spanischen Renaissance angelegt und diente zeitweilig auch als Gefängnis. Heute ist in seinen Mauern ein luxuriöser Parador, ein staatliches Hotel, eingerichtet worden.
Die alte Residenzstadt Palencia
Die alte Residenzstadt Palencia taucht aus den Getreidefeldern der Tierra de Campos auf wie eine Oase. Sie dominiert diesen gegensätzlichen Landstrich, in dem sich Berge und Täler, fruchtbare Ebenen und steiniges Ödland abwechseln. Als Schauplatz vieler historischer Ereignisse kann die Stadt auf einen bemerkenswerte Geschichte zurückblicken, deren Spuren noch heute zu sehen sind.
Blick auf Palencia. Foto: Tourspain
Wichtigste Strasse von Palencia ist die Calle Mayor. Über sie gelangt man zur Plaza Mayor, die mit Arkaden geschmückt ist und an der sich auch das Rathaus befindet. Etwas Abseits liegt das Kloster San Fransisco aus dem 13. Jahrhundert, von dem aber lediglich Überreste erhalten sind. In der Sakristei lässt sich allerdings auch noch heute einen wertvolle Mudéjar Täfelung sehen.
Wichtigstes historisches Bauwerk der Stadt ist die Kathedrale, die als „die schöne Unbekannte“ bezeichnet wird. Sie erhebt sich über einer Krypta, die San Antolín geweiht wurde und aus den Resten eines westgotischen Baus aus dem 7. Jahrhundert und einer romanischen Konstruktion aus dem 11. Jahrhundert besteht.
Der Kirche in ihrer heutigen Form orientiert sich an der Kathedrale von Burgos. Der Baustil beinhaltet Element, die von der klassischen Gotik bis zum Flamboyantstil reichen. Die Bauzeit erstreckte sich über zwei Jahrhunderte, begonnen im 14. und vollendet im 16. Jahrhundert. Das Äußere der Kathedrale mutet eher streng an, und wird nur durch Wasserspeier aufgelockert.
Man sollte hier dem Portal Puerta del Obispo besondere Beachtung schenken, an dem sich Figuren der Jungfrau, sowie mehrerer Heiliger und Propheten befinden. Das Inneren ist dreischiffig und verfügt über Kreuzgewölbe und einen Chorumgang. Man findet in der Kirche verschiedenste Kunstschätze aus der Spätgotik und im isabellinischen- und Renaissancestil. Bemerkenswert ist auch der Altaraufsatz in der Hauptkapelle, ein Renaissancewerk, das von Juan de Flandes mitgestaltet wurde.
Innerhalb des Kreuzgangs wurde das Dommuseum eingerichtet, in dem sich neben flämischen Gobelins und verschiedenen Heiligenskulpturen auch ein Gemälde von El Greco befindet.In der Nähe der Kathedrale liegt der Bischofspalast, in dessen Nebengebäuden das Diözesanmuseum untergebracht ist. Es beherbergt einen reichen Fundus an sakralen Gegenständen der umliegenden Gemeinden.
Dieser Teil der Stadt lädt dazu ein, einfach durch die Strassen des traditionellen Marktviertels zu spazieren oder an der Plaza de Mayor in einem der Straßencafes eine Pause einzulegen. Im gleichen Viertel stößt man auch auf die Kirche San Miguel, die romanischen Ursprungs ist, jedoch auch gotische Elemente vorweißt. Der dominate gotische Turm gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Nennenswert sind auch das romanische Portal und die Christusstatue im Inneren des Gotteshauses. Laut Überlieferung soll in dieser Kirche der spanische National- und Kriegsheld Cid geheiratet haben.
Weitere Sakralbauten die einen Besuch lohnenswert machen sind die Kirchen San Lázaro, im romanischen Stil, Santa Clara, mit einem interessanten Portal, einer schönen Apsis und schachbrettartigen Friesen an der Außenmauer, sowie die gotische Kirche San Pablo, in deren Hauptkapelle die prächtigen Grabstätten der Marqueses de Pozas untergebracht sind.
Die älteste Kirche von Palencia ist Santa María del Camino aus dem 12. Jahrhundert. Das romanische Gotteshaus besitzt herausragende Bildhauerarbeiten am Haupteingang und im Inneren einen Altaraufsatz im Platereskenstil, einen gotische Christusfigur und Grabmäler aus dem 17. Jahrhundert.
Wer eine der alten Kirchen einmal anders erleben möchte, sollte die Kapelle Santiago aufsuchen, das ehemalige Spital für die Pilger des Jakobswegs ist heute in ein Restaurant umfunktioniert worden.
Dies sind nur die wichtigsten Bauten der Stadt, doch lassen sich bei einem Streifzug durch die Strassen noch unzählige weitere Kirchen und Privathäuser finden, die von der langen Historie der Provinzhauptstadt zeugen.
Etwas außerhald der Stadt, auf einer Anhöhe gelegen findet man die Kapelle Cristo del Otero. Sehenswert ist hier die 20 Meter hohe Christusstatue, die 1930 von Victorio Macho geschaffen wurde. Die Skulptur des aus Palencia stammenden Künstlers scheint die Besucher, genau wie die Stadt selbst mit ausgebreiteten, offenen Armen zu empfangen.
Salamanca - die Stadt der Weisheit
„Die Stadt der Weisheit“, so wird Salamanca auch bezeichnet. Und tatsächlich ist der Geist der erwürdigen Universität, eine der ersten in Europa, auch heute noch überall spürbar. Salamancas Glanz ist zu sehen in den vielen historischen Bauwerken. Geist und Kultur, welche die Stadt so entscheidend prägten setzten sich im Studentenleben fort. Von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, war Salamanca berechtigterweise 2002 neben Brüssel die Kulturstadt Europas.
Hier spielt sich das Leben in Salamanca ab - die Plaza Major. Foto: Tourspain
Zentraler Punkt, sozusagen das Herz der Stadt ist die Plaza Mayor. An diesem lebhaften Platz sollte man seine Besichtigung der Stadt beginnen, denn er wird als der großartigste in ganz Spanien angesehen. Zwischen 1729 und 1755 wurde er nach einem Entwurf von Churriguera angelegt.
An der Ostseite des Platzes sieht man den königlichen Pavillon, das Rathaus und auch die für Salamanca typischen Arkaden und die Ausführung der Torbögen sollte man nicht außer Acht lassen. Am eindrucksvollsten präsentiert sich die Plaza Mayor zu Sonnenuntergang: der aus der Umgebung stammende Sandstein, dessen Farbe an Gold erinnert, leuchtet zu dieser Zeit in atemberaubend schönen Schattierungen.Obwohl die vielen Cafes und Restaurant der Plaza zum Verweilen einladen, sollte man seinen Rundgang zunächst fortsetzten und sich zur Universität begeben.
Die Universität wurde 1218 von Alfons IX. gegründet, etwa zur gleichen Zeit wie die Universität von Paris. Ihr Neubau war ein Auftrag der Katholischen Könige und ist ein meisterhaftes Beispiel für den plateresken Baustil. In ihrer Fassade finden sich ein Relief das die Könige Fernando und Isabella darstellt. Ebenfalls zu sehen ist das Wappen Karl V. und die in griechisch abgefasste Inschrift: „Die Könige der Universität, die Universität den Königen“. 
Die Kathedrale Vieja Patio Chico. Foto: Tourspain
Im Inneren befinden sich die Hörsäle, in denen bereits viel berühmte Gelehrt ihre Vorlesungen hielten. Des weitern sollte man sich die platereske Treppeansehen, die mit Stierkampfszenen geschmückt ist. Aussen befindet sich das Rektorat, der Patio de Escuelas, sowie die Bibliothek, deren Sammlung circa 165 000 Bände umfasst.
In den Gebäuden der Universität ist auch das Museo de Salamanca untergebracht.Durch die Universität siedelten sich auch die Klöster vieler Orden in der Stadt an, wodurch Salamanca den Beinaman „alto soto de torres“ – hoher Wald von Türmen – erhielt. Gemeint sind die unzähligen Kirchetürme, die sich aus dem Stadtbild erheben. Sehenswert sind St, Martin, St. Markus, St. Thomas, St. Jakob, St. Christophorus und St. Johannes.
Doch neben den vielen Kirchen kann sich Salamanca noch einer weiteren Besonderheit rühmen: es besitzt zwei Kathedralen. Die Neue wurde 1733 vollendet und ihr Ursprung geht auf den Architekten Gil de Hontanón . Sie ist im spätgotische Stil errichtet und zwar ohne die alte Kathedrale abzureißen, so das sie sich nun Seite an Seite befinden und mit einander verbunden sind. An einer Außenseite liegt ein Hof, der den Durchgang darstellt und die schöne Apsis der Kirche.
Im Inneren der Neuen Kathedrale bestechen die goldenen Kapelle, prächtige Bildhauerarbeiten von Benlliure oder de Juni, sowie eine Christusfigur, die der Kriegsheld Cid mit sich geführt haben soll, und die deswegen „Christus der Schlachtfelder“ genannt wird.
Spezielles Merkmal der Alten ist der Torre de Gallo, ein prächtiger Vierungsturm, der von der Byzantinik beeinflusst ist. Auch das Innere des Turm darf man nicht verpassen. In ihm befinden sich Kunstschätze wie Gemälde, Grabmäler und Altarbilder. Einen besonders guten Blick auf das Bauwerk hat man vom Platz Anaya aus, an dem sich auch der ehemalige Bischofspalast befindet. Ein Besuch im Dommuseum ist ebenfalls zu empfehlen: hier werden Gemälde von Gallego und des Flandes aufbewahrt.
Wem der Sinn eher nach zeitgemäßer Kunst steht der findet am gleichen Platzt das Museo de Art Nouveau y Art Deco, das in einem modernistischen Bau eingerichtet wurde, und dessen bedeutende Sammlung Möbel, Porzellan und eine herausragende Spielzeugausstellung umfasst.
Nicht zu versäumen ist eine Besichtigung der Klöster San Esteban und Convento de las Duenas. Das Erste ist bekannt wegen seiner unvergleichlichen Fassade, die wie ein riesiges Altarbild ausgearbeitet wurde und deren Krönung ein prächtiger Triumphbogen ist. Man geht davon aus das Kolumbus dort übernachtete und seine Expedition plante, die zur Endeckung Amerikas führte. Des weitern sollte man das Grad des Herzogs von Alba, mit seinem barocken Altarbild und den wundervoll gestalteten Innenhof im Platero Stil besuchen.
Bei dem Zweiten ist vor allem die Kombination der Gotik mit dem Mudejar- und Platero-Stils bewundernswert, die hier einen große Harmonie erreicht. Auch hier lohnt besonders der Besuch des Innenhofs, der von doppelstöckigen Arkaden gesäumt wird.
Doch auch die Spuren der weltlichen Macht sind in Salamanca erhalten geblieben. Besonders zur Blütezeit der Stadt, im Spätmittelalter und 15. Jahrhundert hatte der in Salamanca ansässige Adel eine entscheidende Machtstellung in Spanien. So sind aus dem Zeitalter der Gotik herrliche zivile Bauten zu finden, die den Prunk der vergangenen Epochen wiederspiegeln.
Sie alle namentlich aufzuzählen wäre viel zu umfangreich. Die wichtigsten sind jedoch: Casa de Dona María la Brava, Casa de las Conchas, mit seinem namengebenden Muschelrelief an der Vorderfront oder Palacio de Tavera Maldonado, mit einem schönen Renaissance-Hof.
Aus dem 16. Jahrhundert stammen der bekannte Palacio de Monterrey, den die mächtigen Herzöge von Alba bewohnten, der Palast von Orella, die Residenz des Marquises von Albaida, der Palast des Rodríguez de Figueroa, in dem heute das Casino untergebracht ist und der Palast von La Salina.
Sie und noch viele weitere sind hervorragende Beispiel der profanen Architektur und verfügen über ihre eigenen Besonderheiten.
Für einen Besuch in Salamanca sollte man also genügend Zeit einplanen, denn die Stadt ist nicht nur ein wahres Museum an Gebäuden und Kunstwerken, sondern auch ihre lebhafte Kultur und das Studentenleben, das zahlreiche Cafes und Bars brachte, sorgen für Abwechslung und einen gelungenen Aufenthalt.
Segovia - eine schönsten Städte der Welt
Allein beim Anblick der Provinzhauptstadt kann man ins Schwärmen geraten. Segovia, das in der Dichtkunst als „das steinerne Schiff“ gepriesen wird, gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Wirklich erinnert die Kulisse vor dem malerischen Sierra de Guadarrama, an ein Schiff, was vor allem an dem stolzen Turm der Kathedrale liegt, der wie ein Mast in den Himmel ragt und an der Form der Burg, die einem Schiffsbug sehr ähnlich ist.Segovia hat Sehenswürdigkeiten und historische Schätze in Hülle und Fülle zu bieten. 1985 wurde dies auch von der UNESCO gewürdigt und Segovia gehört seitdem zum Weltkulturerbe.
Die Kathedrale S.XVI in Segovia. Foto: Tourspain
Die Stadt kann auf eine glanzvolle Vergangenheit zurückblicken. Einst von den Kelten gegründet, wurde sie im 1. Jahrhundert zu einem römischen Militärstützpunkt ausgebaut. Ihre unvergleichliche Geschichte begann jedoch erst nachdem die hier angesiedelten Westgoten durch die Araber vertrieben wurde und Segovia zur Hauptstadt mehrere islamischer Königreiche aufstieg. Aus dieser Zeit lassen sich noch Spuren in der Stadt finden, die auf den Glanz der vergangenen Herrscher hinweisen.
Die meisten Bauwerken, die heute in Segovia bewundert werden können, sind aber romanische Monumente. Sie stammen aus der Zeit als die Stadt Bischofs- und schließlich Königssitz wurde, und sind unübertroffen in ganz Europa.
Man betritt die Stadt am besten durch eines ihrer Wahrzeichen: einen römischen Aquädukt. Er spannt sich in fast 30 Metern Höhe über die Plaza de Azoguejo und ist eine architektonische Meisterleistung: die riesigen Granitquader werden ohne Mörtel, allein durch Gegenkraft gehalten. Getragen durch 163 Bögen erreicht der Aquädukt eine Länge von 728 Metern und ist eines der besterhaltenen Bauwerke aus der Römerzeit. 
Im Stadtzentrum liegt die Plaza Major. Foto: Tourspain
Die Plaza de Azoguejo ist ein guter Ausgangspunkt, um die Schönheit der Stadt zu erkunden. In der Nähe, an der lebhaften Einkaufstrasse Avenida Fernández Ladreda liegt die romanische Kirche San Millán aus dem 12. Jahrhundert. Sie verfügt über einen noch älteren mozarabischen Turm und eine arabische Vierungskuppel und gilt als eines der schönsten Beispiele der romanischen Baukunst in der Stadt. An der gleichen Strasse findet man auch San Clemente, ebenfalls romanisch, mit einer sehenswerten Apsis.
An der Calle Ruiz de Alda stößt man wieder auf den Aquädukt. Spaziert man an diesem entlang, erreicht man das Kloster San Antonio el Real. Es war die ehemalige Sommerresidenz für Kaiser Enrique IV, und beherbergt heute noch einen herrliche Mudejar Täfelung, sowie flämische Fundstücke und Kunstgegenstände und Möbel aus dem 15. Jahrhundert. 
Spätabendliche Stimmung auf der Plaza Medina del Campo. Foto: Tourspain
Wendet man sich von der Plaza de Azoguejo Richtung Calle Cervantes fällt einem zuerst die Casa de los Picos ins Auge. Das Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert ist bekannt für seine kantige Steinfassade, die mit pyramidenförmigen Motiven verziert ist. Heute ist in dem Palast die Schule für angewandte Kunst untergebracht. In dieser Gegen gibt es noch weitere herrschaftliche Bauten zu entdecken: den Palast des Grafen Alpuente, im Spätgotischen Stil mit einer reich verzierten Vorderfront uns die Casa del Siglo XV, ebenfalls aus der Spätgotik.
Von hier aus ist es nicht weit zu einem der schönsten Plätze der Stadt: der Plaza de Medina del Campo. In deren Mitte befindet sich die Statue des Rebellen Juan Bravo. Der Platz wird gesäumt von imposanten Bauwerken. Erwähnenswert ist hier besonders die Kirche San Martín. Der großartige Bau ist im romanische Stil gebaut, enthält aber auch arabisch, mudejarische und arabische Elemente. Beeindruckend sind vor allem der Turm und die Vorhallen.
Rechts neben der Kirche sieht man das mittelalterliche Stadtgefängnis, in dem eine Bibliothek eingerichtet wurde.
Nicht weniger beachtlich ist der Torreón de los Lozoya, der auch an der Plaza liegt. Es handelt sich um einen bedeutenden Festungsbau aus dem 14. Jahrhundert. Heute dient er als Ausstellungsraum. Am gleichen Platz findet man auch das Rathaus aus dem Jahr 1610 und das Theater Juan Bravo.
Der Rundgang geht an der nahengelegenen Plaza del Corpus weiter, wo man das Kloster Corpus Christi besichtigen kann. Einst eine jüdische Synagoge wurde es 1410 zur Kirche umgebaut. Von hier kommt man zur Plaza Mayor, dem Mittelpunkt des historischen Stadtkerns. Hier befindet sich das meisterhafte Bauwerk der Kathedrale. Der Volksmund nennt sie „die Dame unter den Kathedralen“ und sie ist der letzte große gotische Bau in Spanien.
Die Arbeit an der Kathedrale wurde 1525 begonnen, nachdem die vorherige Kathedrale während eines Aufstandes dem Feuer zum Opfer fiel. Im Inneren sind noch einige Überreste des alten Baus zu sehen. Die Leitung des Neubaus geht auf Juan Gil de Hontanón zurück, einen Meister der Spätgotik.
Man betritt das Gotteshaus von der Plaza Mayor aus durch die Puerta San Frutos, die in den dreischiffigen Innenraum führt. Abgesehen von den verschiedenen Kapellen, die Werke von Guas, Pereira und Hernández beherbergen, sollte man den barocken Hochaltar von Sabatini besichtigen. Das Altarbild von Juan de Juni stammt aus dem Jahr 1571. Bewundernswert ist auch der Chorumgang und die Apsis.
Anschließend sollte man das Dommuseum aufsuchen, in dem Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, sowie Goldschmuck und antike Drucke. Von besonderem Interesse ist hier ein Druck Synodalverfassung von Aguilafuente: es ist das erste nicht literarische Buch das in Spanien gedruckt wurde.
Verlässt man die Kathedrale und begibt sich in die Calle Infanta Isabel, stößt man zunächst auf die gotische Kirche San Miguel. Sie speziell in historischer Hinsicht bedeutend, da hier im Jahr 1474 Isabella die Katholische zur Königin von Kastilien gekrönt wurde.
Darüber hinaus kann man in der Nähe den Palast Marques del Arco aus dem 16. Jahrhundert finden. Anschließend erhebt sich an der malerisch begrünten Plaza de la Merced die Kirche San Andrés. Das romanische Gotteshaus wurde im 12. Jahrhundert erbaut und besitzt einen Ziegelturm mit Schieferdach.
Von hier geht man weiter in Richtung Alcázar und durchläuft dabei das Domherrenviertel, welches als bestes Beispiel romanischer Sakralarchitektur in Europa gilt. Ursprünglich war es von der Stadt abgetrennt und besaß eigene Mauern, von denen heute lediglich das Tor La Claustra zeugt.
Der berühmten Königsburg, sind die Gärten der Königin Victoria Eugenia vorgelagert. Von hier bietet sich einem schon der spektakuläre Blick auf den Alcázar, mit seinem 80 Meter hohen Hauptturm. Nachdem die Burg bei einem Feuer im Jahr 1862 zerstört wurde, ist sie heut völlig rekonstruiert. Im Innenhof findet man den Waffenplatz und den sogenannte Platz der Uhr. Bei den Räumlichkeiten sollte man dem Thronsaal, dem Kamin Saal, und dem Königssaal mit seien Wandfriesen und Statuen besondere Beachtung schenken. In einem weiteren Saal ist heute das Waffenmuseum untergebracht, das die militärische Vergangenheit der Burg dokumentiert.
Bei einer Stadt, die an Kulturschätzen so reich ist wie Segovia, sind dies verständlicherweise nur die Bauten, die bei einer Besichtigung ein absolutes Muss sind. Daneben gibt es innerhalb der Stadt aber noch viele weitere Kirche, Klöster und Paläste, die allesamt nicht weniger sehenswert sind. Schöne romanische Kirchen sind zum Beispiel auch San Nicolás, San Quirce oder San Sebastián.
Die Bischofspaläste sind genauso interessant zu besichtigen wie die Stadtmauer und ihre mittelalterlichen Türme. Man sollte also genug Zeit einplanen um die Stadt zu erkunden und sich einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre, die hier herrscht zu machen.
Wer das unvergleichliche Panorama über die Stadt genießen möchte, dem sei ein Rundgang etwas außerhalb des Stadtkerns empfohlen. Über die Calle San Vicente kommt man vorbei an den Klöstern Santa Cruz la Real und El Parral. Spaziert man entlang der schattigen Alleen , die zum Alcazar empor führen, liegt die Stadt in ihrer ganzen Schönheit vor einem.
Zu Besuch im malerischen Soria
Soria , die kleine und ruhige Hauptstadt der Provinz, liegt am Rio Duerno. Ihr Charme geht von der angenehmen Mischung aus Kulturerbe und landschaftlicher Schönheit aus. Das Leben verläuft hier in gemütlich Bahnen und die Altstadt lädt zu Erkundungsstreifzügen ein.
Römischer Bogen in Medina Celi bei Soria. Foto: Tourspain
Man kann seinen Rundgang an der Concatedral de San Pedro beginnen, die jedoch im Gegensatz zu den anderen Provinzhauptstädten kein Monumentalbau ist. Vielmehr ist von dem Gebäude aus dem 12. Jahrhundert nur noch ein Teil des Kreuzgangs erhalten geblieben. Sehenswert ist hier die Nebenkathedrale mit wertvollen Altarbildern und Kreuzigungsszenen.
Im Kern der Altstadt steht die Kirche Santo Domingo. Kunstkritiker scheinen sich einig, dass der Bau aus dem 12. Jahrhundert ein Höhenpunkt an Harmonie in der gesamten mittelalterlichen Sakralarchitektur ist. In der gleichen Strasse ist auch das schönste Beispiel profaner Baukunst der Stadt zu bestaunen. Der Palast des Grafen von Gómara ist ein herrlicher Renaissance Bau.
Man sollte von hier in aller Ruhe durch die altertümlichen Gassen und engen Strassen der Altstadt schlendern, bis man zur Calle Caballeros gelangt an der sich die Diputación Provincial befindet. Die Fassade des Amtsitzes wird von kunstvollen Statuen geschmückt. Unmittelbar gegenüber erhebt sich die Kirche San Juan de Rabanera. Ihr beeindruckendes äußeres folgt den Formprinzipien der Romantik, die sich auch in der Strenge des Innenraums fortsetzt.
Um die Natur des Städtchen zu genießen, sollte man einen Spaziergang in westliche Richtung unternehmen. Man erreicht die Alameda de Cervantes, auf deren Spazierwegen es sich herrlich flanieren lässt.
Hier stößt man auch auf die Einsiedlerkirche La Soledad, in deren Kapelle ein wertvolles Kleinod aufbewahrt wird: der Cristo del Humillardero. Diese Bildhauerarbeit aus Holz geht auf Juan de Juni zurück.
Valladolid, die lebhafte Renaissance-Stadt
Valladolid ist die Hauptstadt der Autonomie Region Castilla-León und heute eine lebendige Industrie- und Universitätsstadt. So ist die Stadt seit ihre Gründung im 11. Jahrhundert für diese Region von großer Bedeutung gewesen. Hier wurden Könige gekrönt und vergeieratet, hier lebte und starb Christoph Columbus, Valladolid war zeitweilig Sitz des spanischen Hofes und Napoleon errichtete in der Stadt sein Hauptquartier.Aus ihrer bewegten Vergangenheit sind vielfältige Denkmäler aus den verschiedensten Epochen und Stilen erhalten geblieben.
Aus Valadolid und Umgebung kommen hervorragende rote ...
Man beginnt einen Rundgang am besten am Kloster San Pablo, den schönsten Sakralbau der Stadt im isabellinischen Stil. Das ehemalige Dominikanerkloster stammt aus dem 13. Jahrhundert wurde aber unter Napoleon zerstört. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Sie verfügt über ein beeindruckendes Gewölbe, einen Meisterleistung ist jedoch ihre wunderschöne Fassade. Sie teilt sich in zwei Abschnitte, einer im isabellinischen, einer im plateresken Stil.
Fast noch schöner erscheint das Colegio de San Gregorio, ein prächtiges Beispiel der flämischen Gotik. Das Äußere wird durch die wappenverzierte Fassade geschmückt, im Inneren befindet sich ein zweigeschossiger Hof mit einer kunstvoll ausgearbeiteten Galerie.
Sehenswert ist auch die Kapelle. Am Colegio studierten einst Berühmtheiten der spanischen
Theologie. Heute beherbergt der Bau das Nationale Skulpturen Museum, mit einer Sammlung von Arbeiten kastillischer Künstler aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Darunter sind auch Werke von Gregorio Hernández und Alonso Berruguete.
... und weiße Weine. Fotos: Tourspain
In der Nähe kann man den Palacio Pimentel besichtigen, in dem 1527 Philipp II zur Welt kam. Philipp III residierte hier als der spanische Hof 1601 nach Valladolid verlegt wurde. Heute ist hier die Diputación Provincial untergebracht.
Das Geburtshaus des Dichters José Zorilla liegt ebenfalls in einer angrenzenden Strasse. Dort lassen sich Manuskripte und persönliche Gegenstände des Schriftstellers der Romantik begutachten.
Auf dem Weg zum Stadtzentrum kommt man am Platz Fabio Nelli vorbei. Vor allem vier Bauwerke sollte man beachten. Zum einen der Palacio de Fabio Nelli, der dem Platz seinen Namen gab. Der klassizistische Bau ist heutiger Standort des Museo de Valladolid, in dem sich eine beachtenswerte Sammlung von Werkzeugen, Münzen und Kunstgegenständen befindet. Die Geschichte der Stadt lässt sich hier nachvollziehen anhand der prähistorischen Funde, der römischen Mosaike und der Gemälde und Möbel aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.
Am gleichen Platz liegt auch der Palast der Marqueses de Valverde, der vom einstigen Glanz der Stadt zeugt und das Kloster La Conceptión. Das vierte nennenswerte Gebäude ist die Renaissancekirche San Miguel aus dem 16. Jahrhundert. Ihr Entwurf geht auf Juan Nates zurück und sie birg viele Kunstschätze, wie etwa das Retabel mit bedeutenden Heiligenfiguren, ein Grabmal von Francisco de Praves oder die Barocksakristei.
Von hier führt der Rundgang weiter zum Kloster San Benito el Real. Es wurde auf dem Gelände der Festungsburg Juans I. erbaut und übte im 16. Jahrhundert einen prägenden Einfluss auf die Stadt aus und galt zu seiner Blütezeit als das wichtigste Benediktinerkloster Spaniens.
Imposant erscheint hier das festungsähnliche Kirchenportal, das 1569 von Gil de Hontanón vollendet wurde. Der Innenraum ist gotisch und enthielt einen meisterhaften Altaraufsatz und ein Chorgestühl, die sich mittlerweile im Skulpturen Museum befinden. In der Kirche bliebt lediglich ein interessantes Renaissance Gitter zurück. Ein Paradebeispiel für den Herrerastil sind die Erweiterung des Klosters und die Fassade.
Man befindet sich nun im Viertel der Klöster: Santa Isabel, San Agustín, San Quirce und Santa Teresa sind hier angesiedelt und alle bewahren wertvolle Kunstschätze auf und sind in jeder Hinsicht für einen Besuch zu empfehlen.
Es geht weiter zur Plaza Mayor, einem zentralen Punkt der Hauptstadt, der vom 1908 erbauten Rathaus dominiert wird. Insgesamt wurde der Platz von Juan de Salamanca entworfen und 1561 unter Philipp II. fertiggestellt. Das es sich um eine geplante Anlage handelt wird in der Gleichmäßigkeit der Bauten, der Höhe der Fassaden und der geordneten Fluchtlinien der Bogengänge deutlich.
In der näheren Umgebung des Platzes befinden sich mehrere erwähnenswerte Kirchen, darunter Vera Cruz, mit einer Herrera-Fassade oder die gotische Kirche Santiago aus dem 15. Jahrhundert. In ihrem Inneren befinden sich kostbare Schätze wie der Altaraufsatz und eine Christusfigur in der sogenannten „Kapelle der Sieben Worte“.
Das bedeutendste sakrale Bauwerk von Valladolid ist zweifellos die Kathedrale. Im Auftrag von Philipp II. wurde ihr Bau 1582 von Juan de Herrera begonnen. Aufgrund fehlender Finanzmittel konnte das prächtige Projekt jedoch nicht vollendet werden.
Erst im Barock setzte der Architekt Churriguerra die Arbeit an der Kathedrale fort. Vom ursprünglichen Entwurf gehen der romanische Turm und die Baukörper der Hauptfassade zurück. Über dem bogenförmigen Haupttor ist die Himmelfahrt Marias dargestellt, der Schutzpatronin der Kirche. Besonders im Inneren wirken die Strenge und Reinheit von Herreras Architektur. Beachten sollte man die verschiedenen Kapellen und die Kapelle des Hochaltars, mit einem Retabel von Juan de Juni aus dem Jahr 1572.
Anschließend kann man das Diözesanmuseum besichtigen. Hier sind religiöse Kunstschätze untergebracht, wie zum Beispiel die silberne Prozessionsmonstranz.
Doch es gibt nicht nur bedeutende Sakralbauten in Valladolid. Ein absolutes Muss für jede Besichtigungstour ist ein Rundgang über das Gelände der alten Universität. In ihrer barocken Fassade sind die Figuren von Wissenschaftlern und Königen zu finden, welche die Patrone der Lehranstalt waren.
In der Nähe liegt auch das Colegio de Santa Cruz. Es wurde 1479 gegründet und vor allem der Kreuzgang weist spätgotische Elemente auf. Ansiónsten wurde es als eines der ersten Bauwerke in Spanien im Renaissancestil errichtet. Wie wichtig es als Kulturzentrum war wird an der imposanten Bibliothek deutlich. In ihren Barocken Regalen sind über 13 000 Schriftbände untergebracht, die zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert gedruckt wurden.
Von Interesse ist auch das Kolumbus Haus, ein Nachbau des Palastes, den der Entdecker bewohnte. Hier wurde auch ein kleines Museum eingerichtet, das Aufschluss über sein Leben gibt.
Von hier aus sollte man durch die Strasse Juan Mambrilla spazieren, die gesäumt ist von Herrenhäuser und Palästen und die zum Palast Los Vivero führt. In diesem, im Mudejar-Stil geschaffenen Bau feierten die Katholischen Könige Hochzeit und später war dort die königliche Kanzlei untergebracht.
Doch der Reichtum an historisch Bauten und Schätzen ist nicht das Einzige was die Stadt so attraktiv macht. Abwechselung findet man vor allem in den Strassen Calle Santiago und María de Molina, die zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel einladen.
Wer sich ins Nachtleben der vitalen Stadt stürzen möchte sollte sich in die Strassen Santa María la Antigua und Platerías und besonders zur Plaza de Cantarranillas begeben. Hier lässt sich eine Vielzahl von Bars, Restaurants und Diskotheken aufsuchen, in denen gefeiert wird. Sein Glück kann man im 12 Kilometern entfernten Casino testen, das in einem Palast das Grafen Gamazo eine stilvolle Unterkunft gefunden hat.
Romanisches Zamora
Am Ufer des Duero Flusses gelegen, war Zamora schon zur Römerzeit ein Stützpunkt auf der sogenannten Silberstrasse. Im Jahr 981 wurde sie im Zuge der arabischen Eroberungszüge zerstört und erst knapp 100 Jahre später wieder aufgebaut. Heute gilt Zamora als Museum der Romanik, mit dem größten Erbe an romanischen Bauten in ganz Spanien. 
Kapitel in der Kirche San Pedro de la Nave in Campillo bei Zamora. Foto: Tourspain
Um alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, beginnt man einen Rundgang am Besten am Portillo de la Traición, einem kleinen Tor in der Stadtmauer. Sogleich fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt, den an diesem Ort soll angeblich König Sancho II. ermordet worden sein.
Von hier betritt man den Burgpark, in den noch die Ruinen einer maurischen Festung, erhalten sind der Hauptturm, das Burgtor und ein Graben, zu finden sind.
Unmittelbar gegenüber sieht man die Kathedrale, mit ihrer wunderschönen byzantinischen Kuppel, die ohne Zweifel zu den meist bewundertsten Bauten der Provinzhauptstadt zählt. Im 12. Jahrhundert wurde sie mit einem kreuzförmigen Grundriss auf den Überresten eines Vorgängerbaus errichtet. Von diesem sind heute noch einige Marmorplatten erhalten. Der dominante quadratische Turm, der der Kathedrale ein orientalisches Aussehen verleiht, wurde im 13. Jahrhundert angebaut und im 17. Jahrhundert wurde noch ein Teil des Kreuzganges hinzugefügt. Im Inneren sind das außergewöhnliche Chorgestühl, mit seinen faszinierenden Schnitzereien und der Hauptaltar zu beachten.
Im Anschluss an eine Besichtigung, empfiehlt sich ein Besuch des Kathedralenmuseums, in dem eine Sammlung von kostbaren Teppichen, Kunstgegenständen und Goldschmiedearbeiten untergebracht ist.
Setzt man den Weg Richtung Stadtmitte fort kommt man an zahlreichen Kirchen vorbei. Erwähnenswert ist San Ildefonso aus dem 12. Jahrhundert, die Grabstätte der Heiligen und Stadtpatrone San Ildefonso und San Atilano.
In der Nähe liegt die Kirche La Magdalena, vor deren Südfassade einst Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Die zahlreichen Blumenmotive, machen sie zur aufwendigst verzierten Fassade in Zamora und es ist ein bekannter Brauch, hier die versteckte Figur eines Bischofs ausfindig zu machen. Sehenswert sind auch die Absis und ein romanischen Grabmal, das als einzigartig in der spanischen Kunst erachtet wird.
Weiter stadteinwärts kann man die Kirche Santa Mariá la Nueva, mit ihrem Bildnis des Ruhenden Christus von Férmin, und die Kirche San Cipriano besichtigen. Letztere gilt als Meisterwerk und bestes Beispiel der romanische Bauweise. Interessant sind auch die hier erhaltenen Reliefs.
Der angrenzende Platz, die Plaza de Viriato, ist einer der schönsten der Stadt. Auf einer Seite befindet sich der Palast der Grafen von Alba de Aliste. Ein Renaissance Gebäude, in dem mittlerweile ein staatliches Luxushotel, ein sogenannter Parador, eingerichtet wurde. Selbst wer sich hier nicht ein Zimmer mietet, sollte wenigstens dem Innenhof einen Besuch abstatten, der mit den Wappen der Adelsfamilien aus jener Epoche geschmückt ist.Gegenüber findet man das Hospital de la Encarnación, aus dem Jahr 1629.
Schließlich gelangt man in das Zentrum von Zamora. Bedeutend ist die Kirche Santiago del Burgo an der Plaza de la Constitución. Besondere Beachtung verdient die Südfassademit ihren zwei kunstvollen Bögen. An der Kirche liegt auch der Viktualienmarkt und dahinter findet man die Kirche San Andrés, aus dem 16. Jahrhundert, welche die Grabstätte von Antonio Soletos beherbergt.
Von hieraus ist es nicht weit bis zur Plaza de Zorilla, mit dem Palast der Momos und der Kirche San Vincente.
Kernpunkt von Zamora ist jedoch die Plaza Mayor. Hier kann man in einem der vielen Cafes und Kneipen entspannen und das bunte Treiben auf dem großzügig angelegten Platz beobachten. In seiner Mitte erhebt sich die Kirche San Juan de Puerta Nueva. Ursprünglich lag sie am ersten Befestigungsring der Stadt. Ihre Fassade stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert und ihre Rosette zeigt das Wahrzeichen der Stadt: den Pero Mato, den Wetterhahn.
Überraschender Weise gibt es zwei Rathäuser. Das alte Rathaus stammt aus dem 15. Jahrhundert und das heutige Neue wurde direkt daneben angelegt.
Wer sich für insbesondere für Folklore und die Stadtgeschichte interessiert, sollte das Museo Semana Santa, das Museum der Karwoche, aufsuchen. Dort befinden sich die Gewänder die während der Prozessionen zur Karwoche mitgeführt werden.
Nicht weniger aufschlussreich ist das Stadtmuseum, das anhand von Fundstücken und Kunstgegenständen einen guten Überblick über alle Epochen der Stadt vermittelt. Es ist im Palacio de Punoenrostro aus dem 16. Jahrhundert untergebracht.
Zum Abschluss der Besichtigungstour sollte man über die Puente de Piedra, eine Steinbrücke mit sechzehn Spitzbögen aus dem 12. Jahrhundert, den Duero überqueren. Von der anderen Seite aus lässt sich ein herrlicher Blick über den historischen Kern der Stadt in aller Ruhe genießen.
Toro - eine Stadt als Denkmal
Toro wurde als gesamte Stadt zum historischen Kunstdenkmal erklärt. Der Ort befindet sich 32 Kilometer von Zamora entfernt und ist über die Nationalstrasse gut zu erreichen. Einen Besuch sollte man möglichst nicht versäumen. Wegen ihrer strategisch wichtigen Lage auf einem Felsplateau war die Stadt Austragungsort zahlreicher Kämpfe zwischen Mohammedanern und Christen. Im 19. Jahrhundert stieg sie sogar zeitweilig zur Provinzhauptstadt auf.
In der Mitte der fächerförmigen Ortschaft befindet sich ihr bemerkenswertestes Baudenkmal: die Stiftskirche Colegiata de Santa María la Mayor. Auffallend ist an diesem Gotteshaus, dessen Bau im 12.Jahrhundert begonnen wurde, das es verschiedene Architekturstile vereint. Die Kirche ist romanisch, nimmt aber schon Elemente der Gotik vorweg. Ihre Vierungskuppel dagegen ist byzantinisch geprägt. Besonders interessant ist die Westfassade, auch „de la Majestad“ genannt, mit ihren Verzierungen.
Das Innere der beherbergt das flämische Holzgemälde „La Virgen de la mosca“ (die Jungfrau mit der Fliege), aus dem Jahr 1520. Das Bild wird in der Sakristei aufbewahrt. Darüber hinaus ist hier eine ungewöhnliche schwangere Jungfrau, sowie eine herausragende Ausarbeitung des Leidensweges zu sehen.
Unmittelbar neben der Stiftskirche befindet sich der Aussichtspunkt Espolón, der einen beeindruckenden Blick über die Ebene Kastiliens bietet, die auch als Oase bezeichnet wird. Weitere kirchliche Bauwerke, die man auf einer Besichtigungstour berücksichtigen sollte, sind San Lorenzo el Real, die im hier weitverbreiteten Mudéjar-Stil erbaut wurde. Ihr Hauptaltar ist ein Werk Fernado Gallego und in ihr befindet sich ein erwähnenswertes Grabmal im gotischen Stil.
Nicht weniger interessant sind San Salvador de los Caballeros oder San Sebastían mit gotischen Wandmalereien, die überraschenderweise aus der Hand einer Frau stammen, was für diese Epoche durchaus unüblich ist.
Besuchen sollte man auch die Klöster Purísima Concepción y San Cayetano, Santa Sofía und Sanctí Spiritu. Letzteres vor allem wegen seiner wunderschönen holzgetäfelten Decke.Aber auch die profanen Bauten stehen den Kirchen in nichts nach. Ansehen sollte man sich das Rathaus, sowie die Paläste der Grafen von Requena, Castrillo und Alcanices. Die Paläste zeugen alle vom Glanz der Stadt, als sie noch Königssitz war. Aus geschichtlicher Sicht ist der Palast der Gesetze interessant. Hier wurden die Gesetzte aus dem Jahr 1505 proklamiert.
Spuren der langen Geschichte der Stadt finden sich auch in den Resten von zwei verschiedenen Stadtbefestigungen. Die erste wurde im Jahr 910 angelegt. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert dagegen sind die Stadttore Correda und Santa Catalina erhalten geblieben. Ebenso ist der barocke Turm Torre del Reloj noch heute zu besichtigen. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten hält Toro aber noch eine andere Attraktion für seinen Besucher bereit. Es gibt unzählige Kellereien in denen die guten Weine der Region heranreifen, die man unbedingt kosten sollte.
Wer sich im Gebiet von Toro befindet kann auch einen Abstecher nach Villalonso einplanen. In der 12 Kilometer entfernten Ortschaft ist die besterhaltene Burg der Provinz Zamora zu finden. Ihre imposanten Mauern werden durch den mächtigen Hauptturm und die Zinnen noch verstärkt.
Nennenswerte Kirchen kann man im nahegelegenen Dorf Fuentesaúco besichtigen: Santa María del Castillo aus dem 16. Jahrhundert und San Juan Bautista aus dem 17. Jahrhundert. Ganz in der Nähe sollte man zusätzlich noch eine Kirche im Stil der Renaissancegotik besichtigen, die teilweise von Gil de Hontanón gebaut wurde. Sie liegt im Dorf Villamor de los Escuderos.
Herrliche Natur in der Provinz Zamora
Das Gebiet Sayago im Westen der Provinz Zamora hält für seine Besucher sowohl historische Denkmäler als auch eine reizvolle Landschaft bereit. 
Trigales y Palomar bei Villafáfila. Foto: Tourspain
Etwa 23 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt gelangt man zur Kirche San Pedro de la Nave. Die vollständig erhaltene Kirche stammt aus dem 7. Jahrhundert und wurde im westgotischen Stil angelegt. Aufgrund der hervorragenden architektonischen Leistung gilt sie als ein Beispiel von Harmonie und Besinnung. Der Bau wurde auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes errichtet. Besonders sehenswert ist jedoch die Verzierung des Gotteshauses, im Speziellen die der Kapitelle. Sie gilt als die außergewöhnlichste und originellste der westgotischen Kunst, da sie keltische und byzantinische Einflüsse beinhaltet.
Anschließend führt die Nationalstrasse weiter nach Campillo. Auf dem Weg dorthin kommt man am Stausee von Ricobayo vorbei. Die Staumauer fällt in eine schwindelerregende Tiefe ab.
Die Fahrt geht durch einen Aliste genannten Landstrich weiter. Hier kann man den Duero der in fast 100 Meter Tiefe vorbeirauscht auf einer alten Eisenbahnbrücke überqueren. Auf der anderen Seite fährt man entlang von rustikal ummauerten Feldern bis nach Bermillo de Sayago.
Nachdem man dort der Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert einen Besuch abgestattet hat, sollte man seine Reise bis nach Fermoselle weitersetzten. Die malerische kleine Ortschaft liegt eingebettet zwischen Mandelbaumhainen und Weinbergen. Sie wurde zum Historischen Denkmal erklärt und man sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um in aller Ruhe durch ihre verschlungenen, engen Gassen spazieren zu können. Nicht außer Acht lassen sollte man die romanische Pfarrkirche.
Wer mehr Interesse an der landschaftlichen Schönheit dieser Gegend hat sollte die Aussichtspunkte Pinilla oder Fornillos aufsuchen. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick über den Arribes del Duero. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Schluchten, die sich durch den Lauf des Duero mit der Zeit gebildet haben. Sie sind bis zu 200 Meter tief und es gibt unzählige Holwege, die ein Durchwandern der Landschaft ermöglichen. Eine andere und bequemere Art die Natur zu genießen bietet sich bei einer Schifffahrt durch die Gewässer des Duero.
Im Nordwesten der Provinz liegt die wunderschöne Landschaft der Gegend La Sanabria. Gebirgig, von vielen Seen und Bächen durchzogen und mit reichem Waldbestand, erinnert sie mit ihrem atlantischen Klima an einen grünen Garten. Hier gibt es verschiedene idyllische Dörfchen die ihren Besucher zum Verweilen einladen.
Größter und wichtigster Ort ist Puebla de Sanabria. Er liegt vor der malerischen Kulisse des Atalya Gebirges. Die Ortschaft zählt mittlerweile zum Historischen Kunstdenkmal, was in erster Linie an ihrer beeindruckenden Burg aus dem 15. Jahrhundert liegt. Besichtigen sollte man auch die romanische Kirche, die über eine herrliche Säulenfassade verfügt. Darüber hinaus kann man in den steilen Gassen auch einen Parador entdecken, sowie viele alte herrschaftliche Häuser.
In der Umgebung werden Naturliebhaber voll auf ihre Kosten kommen: alte Eichen und Kastanien, weite Viehweiden und Wälder. Hier liegt der See Lago de Sanabria, dessen Umgebung zum Naturpark erklärt wurde. Der See wird vom Wasser des Flusses Tera gespeist und ist mit seinen 368 Hektar, der größte durch einen Gletscher entstandenen See Spaniens.
An seinem rechten Ufer liegt, versteckt zwischen den Eschenwäldern San Martín de Castaneda. Zum See hin findet man das Kloster, das im Jahre 921 bereits wieder aufgebaut wurde. Daneben gibt es auch die Erweiterungen und Anbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu besichtigen.Mittlerweile wurde allerdings der Klosterbetrieb eingestellt und in den Mauern wurde ein Naturkundemuseum eingerichtet.
Wer eine intensive Begegnung mit der Natur wünscht begibt sich auf einen der zahlreichen Wanderwege, die von hier ausgehen und sich wie ein Netz durch die Region ziehen. Folgt man dem Pfad bei San Martín so gelangt man zur Laguna de los Peces, von wo aus man eine unvergessliche Aussicht hat.
Andere Pfade führen durch Eichen- und Stechpalmenwälder und vorbei an Gletschersee zu den Dörfern in dieser Gegend. Empfehlenswert sind Robleda, Vigo, Trefacio und Rabano. Letzteres kann auf der Plaza Mayor ein wunderschönes Kruzifix vorweisen und seine Schieferdächer und typischen Schornsteine sorgen für einen malerische Atmosphäre.
Bulgarien Reisen, Deutschland Reisen, Dänemark Reisen, Frankreich Reisen, Finnland Reisen, Grönland Reisen, Griechenland Reisen, Großbritannien Reisen, Irland Reisen, Kroatien Reisen, Luxemburg Reisen, Malta Reisen, Norwegen Reisen, Italien Reisen, Schweiz Reisen, Shetland Reisen, Österreich Reisen, Polen Reisen, Portugal Reisen, Rußland Reisen, Serbien Reisen, Türkei Reisen, Ungarn Reisen, Zypern Reisen, Amerika Reisen, Afrika Reisen, Asien Reisen, Australien Reisen, Europa Reisen, Last minute reisen, Pauschalreisen, Best minute reisen, Schulferien, Sommerferien, Herbstferien, Lieblingsziele, Ägypten last minute, Madeira last minute, Türkei last minute, Griechenland last minute, Kanaren last minute, Mallorca last minute, Nilkreuzfahrten last minute, Singlereisen, Familienreisen, Clubreisen, Rundreisen, All Inklusive reisen, Flüge, Charterflüge, Linienflüge, Fly and drive, Kreuzfahrten, Last minute Kreuzfahrten, Luxuskreuzfahrten, Clubschiff, Flusskreuzfahrten, schwarze Liste der Fluggesellschaften, Reiseversicherung,