Geschichte und Millionäre im Golf von Tigullio

Italien Ligurien 1Den Ersten Weltkrieg verloren und im Versailler Vertrag dazu verdonnert, innerhalb von 30 Jahren die den Siegern entstandenen Kriegsschäden zu bezahlen, lag Deutschland darnieder. Da kam ein wenig Hoffnung auf mit dem "Geist von Rapallo", der entstand, als Deutschland und Russland am Rande der Weltwirtschaftskonferenz in Genua im benachbarten Rapallo einen Vertrag schlossen. Am 16. April 1922 nahmen darin Russland und das Deutsche Reich diplomatische Beziehungen auf, verzichteten gegenseitig auf den Ersatz von Kriegskosten und vereinbarten Meistbegünstigung in den Handelsbeziehungen.

Noch heute hängt eine Ausfertigung des Vertrages mit der Unterschrift des deutschen Aussenministers Walther Rathenau in der "sala del trattato" im Hotel Imperiale in Rapallo. Fotos in dem schönen Kuppelsaal zeigen unter anderem den Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin. Von dem Grand Hotel zu sehen und über eine kleine Brücke zu erreichen ist auch das - natürlich rote - Haus, in dem die russische Delegation wohnte.Italien Ligurien 2

Aber auch ohne den "Geist von Rapallo" hätte der Name dieses Ortes einen guten Klang in deutschen Ohren. Denn Rapallo liegt wunderschön am Golf von Tigullio und hat den Touristen manches zu bieten.Reitschule, Scheibenschiessplatz und ein 18-Loch-Golfplatz in Sichtweite des gotischen Klosters Valle Christi laden zum Aktivurlaub ein.Zu besichtigen gibt es das "Schloß auf dem Meer", eine Festung, die 1551 erbaut wurde, nachdem Rapallo von dem grausamen Seeräuber Dragut überfallen und zu großen Teilen zerstört worden war.

Eine reiche Innenausstattung weist die Kirche der Heiligen Gervasio und Protasio auf. Weitere interessante religiöse Gebäude sind die Oratorien der Schwarzkutten, bzw. der Weißkutten sowie die Kirche San Francesco aus dem sechsten Jahrhundert.Herrlich bummeln läßt es sich auf der halbkreisförmigen Promenade "Passegiata lungo mare", von der aus die Jugendstilvillen zwischen Palmen bewundert werden können. Auf der Haupteinkaufsstrasse, der Via Mazzini, sollte man die im 16. Jahrhundert gefertigten Schieferportale beachten.
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Beim Schlendern durch die City wird dem Betrachter auffallen, dass viele Hausfassaden bemalt sind. Die Malerei täuscht nicht vorhandene Stuckarbeiten vor und soll nach alter Tradition - irgendwie paradox - zeigen, wie reich man ist.Einen schönen Überblick über den Golf kann geniessen, wer mit der Seilbahn hoch hinauf zur Wallfahrtskirche Montallegro fährt. Aber nicht nur für die Aussicht sind die Berge im Hinterland von Nutzen. Im Winter halten sie die kalte Luft und die Wolken aus dem Norden ab, so dass Rapallo stets angenehme Temperaturen zu bieten hat.

Ankerplätze für bis zu 3000 Boote von zwölf Metern Länge bieten die verschiedenen Häfen im Golf von Tigullio. Allein Rapallo hat über 400 Ankerplätze. Wer hier Urlaub macht, kann also mit Auto, Zug oder der eigenen Yacht anreisen.Ansehen sollte man sich auch die anderen Dörfer am Golf.

Da ist etwa die Touristenhochburg Santa Margherita Ligure mit ihrer Sommerresidenz der Centurione, eine barocke Protzvilla mit wunderbaren Gartenanlagen. Eine Überraschung für Taucher hält der Ort mit seinen schönen Sandstränden unter Wasser bereit. In l7 Metern Tiefe steht die Bronzefigur Christo degli Abisi.Von der Natur perfekt inszeniert ist die kleine Landzunge auf der die gemütliche Altstadt von Sestri Levante liegt. Das Meer liegt hier steuer- und backbord gleichzeitig. Von besonderer Ausstrahlung ist dabei die Baia del Silenzio, die gleich an die Bebauung angrenzende Bucht der Stille, in der vor einem schönen Sandstrand gemütlich die Ruderboote der Einheimischen dümpeln.
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Und schließlich ist am Golf von Tigullio der Besuch von Portofino ein Muß: "Die Yacht, sie gleitet unweit der Felsen und hier, man entdeckt ganz plötzlich eine versteckte Bucht, einen kleinen Ort. Portofino, es schlingt sich wie eine Mondsichel um dieses ruhige Becken, umgeben von einem Wald von starkem frischen Grün... Niemals vielleicht hab ich Eindrücke empfunden, die sich mit denen vergleichen lassen, die ich beim Eintritt in diese kleine Bucht erlebt habe."So ist es nicht nur dem Novellen-Schreiber Guy de Maupassant l889 ergangen. Zahlreiche Stars aus Hollywood und dem internationalem Jet-Set sind dem Charme dieses kleinen Fischerortes erlegen. Reifen-König Pirelli und der Medienzar und Politiker Silvio Berlusconi haben hier ihre Urlaubsvillen. Und Immobilien sind hier teuer: Wer unten im Fischerort in einem der direkt am Wasser gelegenen Häuser Eigentum erwerben möchte kann einfach rechnen - pro Fenster eine Million Euro.

Portofino, diesen Ort der so schön ist, als sei er als Filmkulisse erfunden worden, sollte man von Rapallo oder Santa Margherita Ligure mit dem Linienboot ansteuern. Das ist nicht nur schöner sondern in Stoßzeiten auch erfolgreicher. Denn Autos werden immer nur dann hereingelassen, wenn jemand den Ort verläßt. Parkplätze gibt es kaum und das einzige Parkhaus ist auch nicht gerade günstig: Fünf Euro pro Stunde.

Nobel, nobel - das Splendido in Portofino

Hoch über der Bucht von Portofino gelegen, gehört es zu den führenden Adressen der europäischen Luxushotels. Das Haus hat eine bewegte Vergangenheit. Ursprünglich als Benediktiner-Kloster erbaut, war es im 16. Jahrh. ein beliebtes Angriffsziel der Sarazenen. Die Mönche gaben es schließlich auf und überließen es dem Verfall.Baron Baratta kaufte die Ruine, renovierte sie, und das Haus wurde Familienresidenz. Heute, hoch über der Bucht von Portofino gelegen, gehört es mit dem Splendido Mare an der Piazzetta, zur Orient-Express Gruppe.
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Zusammen vefügen beide Häuser über 84 Zimmer: 43 Doppel- und 7 Einzelzimmer, 24 Junior-Suiten und 10 Suiten. Schon beim Betreten der Räume spürt man die Atmosphäre des Südens. Helle Pastelltöne bei der Einrichtung vermitteln die Leichtigkeit eines italienischen Sonnentages. Vom Balkon oder Terrasse genießt man einen unvergesslichen Blick auf Bucht und Meer. Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Als Extra gibt es im Bad eine Waage, die den Einfluss des guten Essens in Zahlen darstellt. Natürlich gibt es einen Fitnessraum, um das Ergebnis nach unten zu korrigieren.

Vor dem Dinner wird ein Aperitif in der Piano Bar serviert. Im Restaurant "La Terrazza" werden ligurische Spezialitäten angeboten. Das Essen und der Blick auf die Bucht, verbinden sich zu einem perfekten Erlebnis. Den gleichen aufmerksamen Service genießt man aber auch im "Indoor Restaurant". Zur Abwechslung bietet Italien Ligurien 6sich ein Essen im Splendido Mare an. Die Chuflay Bar, direkt an der Piazetta gelegen, bietet mediterrane Küche bei leiser Pianomusik. Die Häuser in typisch italienischen Farben, der kleine Hafen und das quirlige Leben, sind hier die passende Kulisse.
 
Als Gast hat man die Möglichkeit, die Einrichtungen beider Häuser zu benutzen. Ein Shuttle-Bus verbindet beide Hotels.
 
Obwohl nicht direkt am Meer gelegen, muss man auf Badefreuden nicht verzichten. Ein beheizter Meerwasser-Pool lädt zu sportlichen Aktivitäten ein. Erfrischende Cocktails werden an der "Poolside Bar"serviert. Im "Beauty-Salon", mit Sauna und Massage, kommt Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht. Auch bei einem Spaziergang im großen Garten, kann man in Ruhe seine Gedanken schweifen lassen. Die Wege schlängeln sich durch tropisches Grün. Wunderschöne Blüten und ein unbeschreiblicher Duft, lassen den Alltag schnell vergessen.
Hotel Splendido
Salita Baratta 16
16034 Portofino


San Remo - Stadt der Blumen

San Remo ist wohl die bekannteste und beliebteste Urlaubsstadt der Riviera dei Fiori. Hier sorgt die Sonne noch im November für angenehm milde Temperaturen, und schon im März lädt sie die ersten Besucher wieder an die Strände der Gegend ein. Es scheint als habe die "Dea Matuta" die Göttin des Meeres und der Morgenröte, eine Schwäche für den Golf von San Remo gehabt und ihn mit diesem Klima gesegnet. Zum Dank trug die Stadt in der Antike den Namen "Matuzia". Das Bild San Remos wird bestimmt von Blumen: an kaum einem anderen Ort findet man so viele prächtige Parks und Terrassen wie hier. Nicht so schön sind allerdings die großen Gewächshäuser, die das Hinterland verschandeln und in deren Glasflächen sich die Sonne reflektiert und manchen Autofahrer empfindlich blendet.
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San Remos berühmtes Casino, in Art-Nouveau-Architektur erbaut, stammt aus dem Jahre 1905. Es beherbergt nicht nur Spielsäle und Konferenzräume, sondern auch ein Theater, in dem alljährlich das italienische "Festival della Canzone" ausgetragen wird. Über den Stadthügel hinauf erstreckt sich die Altstadt La Pigna: in dem mittelalterlichen Stadtteil steht neben ehrwürdigen Palästen die Wallfahrtskirche Madonna della Costa aus dem 17. Jahrhundert mit einem Gemälde von Domenico Fiasella und Holzstatuen von Anton Maria Maragliano. Vom gleichen Meister aus Genua stammt auch das Holzkruzifix in der schönen Kathedrale San Siro aus dem 13.Jahrhundert. In La Pigna ist außerdem die Villa Nobel zu bewundern, in der einst der berühmte schwedische Wissenschaftler wohnte und die nun als Kulturzentrum genutzt wird.

Für Sportbegeisterte ist San Remo mit seinen bekannten Veranstaltungen immer wieder ein Anziehungspunkt: Im März ist der Ort das Ziel des klassischen Radrennens Mailand - San Remo. Im April bietet es die Oster-Segelregatte und ein Oldtimer-Rennen. Die Attraktion im Oktober ist die Markenweltmeisterschafts-Rallye. Im November schließlich lockt die Regatta der Wintermeisterschaft West Liguria.

Afrikanische Dattelpalmen in Bordighera

Bordighera, ein elegantes Küstenstädtchen nahe der französischen Grenze, wurde im 12. Jahrhundert von Sant'Ampelio gegründet, der in der Gegend Palmen und Weinstöcke aus dem Orient ansiedelte.
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Der Legende nach wurde die schöne Stadt von Magiarge vor der Plünderung bewahrt, einer von den Sarazenen verschleppten Sklavin, die später auch hier starb. Im vorigen Jahrhundert entdeckte schließlich der englische Adel den Ort als Urlaubsresidenz für sich. Verewigt wurde die Schönheit Bordigheras vom berühmten französischen Maler Claude Monet. Italien Ligurien 9


Bordighera ist auch heute noch die Stadt der aus Afrika stammenden Dattelpalmen, die hier nicht nur eine Allee umsäumen sondern einen kleinen Wald bilden, der als nördlichster Palmenwald Europas gilt. Am Palmsonntag werden die hellen Blätter der Bäume zu sogenannte "Palmureli" gebunden und bei einer 25 Kilometer langen Prozession getragen. Doch nicht nur Palmen finden in dem milden Klima ausgezeichnete Bedingungen vor, sondern auch Bananen-, Agaven-, Eukalyptus-, Zitronen- und Orangenbäume.

Das freundliche Bild des Ortes entsteht durch die prächtigen Fassaden der Wohnpaläste und Jugendstilvillen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Eines der beeindruckendsten Beispiele ist die vom gleichnamigen Architekten errichtete Villa Garnier gegenüber dem Hafen. Das Zentrum Bordigheras ist neu angelegt, doch in der Altstadt mit ihrem Gewirr von Gassen und Steinbögen wird der Besucher in eine andere Zeitepoche, bis ins Jahr 1471 zurückversetzt.

Kunsttradition im kleinen Celle Ligure


Celle Ligure ist in zwei Ortsteile geteilt. Der östliche Teil wurde später gebaut und ist mit zahlreichen Hotels, Villen, Wohnhäusern und Sportanlagen ausgestattet, die durch den breiten Strand "Piani di Celle" vom Meer getrennt sind. Der andere Teil von Celle ist das alte Fischerdorf, das den historischen Dorfkern bildet. Hier findet man kleine bunte Häuser an einem weiteren Strand und an einer modernen Promenade, die sich gut in das alte Ortsbild einfügt. Im Hinterland bei Celle kann man von der Küste aus in kurzer Zeit malerische Dörfer, Steinruinen mittelalterlicher Gebäude, wie Schlösser, Mauern und Türme und zahlreiche Kirchen, Pfarrhäuser und Kapellen erreichen und entdecken.
Italien Ligurien 10Sehenswert sind:
- Das Haus der Familia Della Rovere (Pecorile- Papst Sixtus IV)
- Die Befestigungshäuser in Cassisi und Roglio
- Die Cornaro- Türme (um 11. Jahrhundert, Straße nach Sanda)
- Die Ruine der Windmühle in Via Boschi
- Die Kirche der "Madonna della Guardia und von Sant'Isidoro" in Pecorile.

Heute reihen sich bunte Badekabinen am Strand aneinander, an dem einst Hütten und Schuppen für Boote und die Ausrüstung der Fischer standen. Diese nannten sich "Cellae" und haben dem Städtchen Celle seinen Namen gegeben.
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Der Ort, der sich entlang der Küste ausgebreitet hat, wurde im 16. Jahrhundert von zwei kleinen Schlössern, eines im Osten auf einem Vorgebirge, das andere wenige Meter vom Meer entfernt, verteidigt. Laut Überlieferung wurden sie mit Hilfe der Bewohner des nahen Monferrato zum Schutz gegen Überfälle der Sarazenen erbaut. Im 12. Jahrhundert war Celle im Besitz der Clavesana, dann der Marchesi del Bosco und der von Ponzone. Durch Heirat ging der Ort an die Doria und an die Malocello über und gelangte somit 1398 in den Genueser Einflussbereich. 1414 wurde Celle schließlich Stadtgemeinde mit einem eigenen Statut ("II Negrin"). Im Jahr 1528 gewann Genua aber endgültig den vollständigen Einfluss auf die Stadt, die Teil der Vogtei von Varazze wurde.

Celle hat eine lange Kunst- und Kulturgeschichte. Im Osten des bebauten Küstengebietes steht die Kirche "Nostra Signora della Consolazione", die 1468 von den Augustinern gegründet wurde. Der Innenraum wurde 1725 einschiffig gestaltet, während das Äußere im neuromanischen Stil erneuert wurde.

Auf der Straße nach Sanda erhebt sich auf einer leichten Anhöhe die Pfarrkirche San Michele Arcangelo. Der mittelalterliche Ursprung der um 1630 wiedererbauten Kirche ist an ihrem Glockenturm mit Giebel noch deutlich zu erkennen. Das dreischiffige Innnere birgt Gemälde der ligurischen Schule, Skulpturen von Maragliano, ein dreiflügliger Altar von Perin del Vaga von 1535, ein Gemälde aus dem 14. Jahrhundert in der Sakristei und Bilder aus dem 17. Jahrhundert von Domenico Fiasella, G.B. Carlone und Domenico Piola.
Im angrenzenden Oratorium der "Disciplinati" sind die aus dem 18.Jahrhundert stammende Statue von Maragliano und das Kruzifix von Navone besonders sehenswert.
Die Via Aurelia, eine Straße aus der römischen Zeit, erstreckt sich von der Via Crocetta bis zur Via Trentum und wird auch die Aussichtsstraße genannt.

La Spezia und die Cinque Terre

Die moderne Stadt La Spezia ist direkt in der Mitte des Golfbogens gelegen und verdankt ihre Entstehung dem Bau des Marinearsenals (Arsenale Militare Marittimo) in den Jahren 1860 bis 1865. Entworfen wurde das Arsenal vom Architekten Cavour, der Bau wurde unter Domenico Chiodo ausgeführt.
Sehenswert ist der Panoramablick und die sehr schöne Uferpromenade.
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In der Kirche S.Maria Assunta kann man ein Glasfenster von Andrea della Robbia bewundern, das die Krönung der Jungfrau Maria darstellt, sowie Wandmalereien von Fiasella (Mariae Himmelfahrt), von Lomi und von Casoni ("Die wunderbare Vermehrung des Brotes").
Sehr interessant ist auch ein Besuch der städtischen Museen, vor allem des Marinemuseeums (Museo Navale), das im Jahr 1870 durch die Verlegung des Marinemuseeums Genua nach La Spezia entstand. In den folgenden Jahren kam eine Vielzahl von Schiffsmodellen hinzu, die von der antiken (ägyptischen und römischen) bis hin zu unserer jetzigen Zeit reichen, und sowohl aus den verschiedenen italienischen Regionen als auch aus der europäischen Seefahrt stammen.
Die archäologische Abteilung des Museo Civico am Corso Cavour enthält Originalfundstücke aus der Bronze- und Eisenzeit, unter anderem die berühmten Lunigiana- Stelen (Steinfiguren) und die Aschenurnen und Statuen aus der römischen Antike. Um ein vollständiges Bild von der antiken Welt zu gewinnen, sollte man die römische Villa Varignana besichtigen.
Beim Canaletto- Depot (Deposito A.T.C. del Canaletto) befindet sich das Nationale Transportmuseum. Es enthält Oberleitungsbusse und andere historische elektromechanische Bustypen, die die Vielfalt des öffentlichen Transports in Italien wiederspiegeln.
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Die Spezialitäten von La Spezia sind die wohlschmeckende Suppe mit weißen Bohnen, Kichererbsen und Weizenkörnern mit dem Namen "Mes- ciua", die würzig- milde "torta d'erbi", eine Blätterteigtorte mit Gemüsen und die "frittelle di baccalà", eine Art Frikadelle aus Dörrfisch. Die Weine der Gegend sind die Weißweine von Biassa, Campiglia und Marinasco.

Ein besonders schöner und empfehlenswerter Ausflug ist die Fahrt von La Spezia über die Cinque Terre nach Levanto, Bonassola, Framura und Deiva. Über die Küstenstraße gelangt man nach Riomaggiore und Manarola. Das Meer, das Hügelland, die Weinberge, die alten Fischerdörfer und die Kirchen im genuesischen Baustil ergeben ein reizvolles Landschaftsbild. Zwischen Riomaggiore und Manarola befindet sich die in die Felsen gehauene Via dell´Amore.
Monterosso verlockt durch seine schöne Landschaft sowie durch seine Kunstdenkmäler, wie zum Beispiel den mittelalterlichen Turm Aurora, der den historischen Ortskern vom neuen Teil Fegina trennt, dann das Kruzifix von Van Dyck in der Kirche S. Francesco oder das auf dem Hügel gelegene Sanktuarium von Soviore aus dem 18. Jahrhundert.
Ganz typisch für die Cinque Terre sind die Weinbauterrassen, die von Steinmauern gestützt werden.
In dem ganzen Gebiet der Cinque Terre findet man seltene und geschützte Pflanzen- und Tierarten. Die gut gekennzeichneten Spazierwege werden sowohl von passionierten Wanderern als auch von Joggern gern genutzt. Auch einige Reit- Wanderwege sind vorhanden.

Imperia - zwei Städte in einer

Mit zwei Häfen und zwei Altstädten bietet Imperia dem Besucher eine doppelte Ansicht derselben Stadt. Diese Besonderheit kommt daher, dass das heutige Imperia aus zwei Orten entstand: die beiden Städtchen Porto Maurizio und Oneglia wurden im Jahre 1923 vereinigt. Der heutige Name stammt von dem Fluss Impero, der lange Zeit die natürliche Stadtgrenze bildete.
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Das alte Porto Maurizio, das sich an den Hügel Parasio schmiegt, hat die Merkmale eines mittelalterlichen Dorfs beibehalten. Hier steht die größte Kirche Liguriens, der San Maurizio-Dom. Kleine, in das Vorgebirge des Parasio gehauene Straßen führen hinauf zu den Bogengängen des Klosters Santa Chiara, das an einer Ringmauer hoch über dem Meer liegt. Die Aussicht auf den Golf mit seinen prachtvollen Villen und wunderschönen Parks belohnt für die Mühe des Aufstiegs. In Borgo Marina, einem kleinen Touristenhafen, versammeln sich im September historische Segelschiffe, ein Ereignis, das von verschiedenen Veranstaltungen begleitet wird. Gleich in der Nähe liegt der Strand "Spaggia d'Oro", der seinen Namen von dem angeblich goldfarben glitzernden Sand bekam. Die Seepromenade von Borgo Prino ist von niedrigen, pastellfarbenen Häusern und Blumenterrassen gesäumt, die einen freien Ausblick auf das Meer erlauben. Hier haben sich Geschäfte und vor allem Bars, Restaurants und Pizzerien jeder Art angesiedelt. In Oneglia lädt die elegante Via Bonfante zum Einkaufsbummel ein, während Feinschmecker in der Via San Giovanni ein umfangreiches gastronomisches Angebot finden.

Als Hauptstadt der Provinz und damit Sitz der Verwaltungsbehörden verdankt Imperia seinen Wohlstand der Industrie: nicht nur den bekannten Ölmühlen, sondern auch Herstellern so verschiedener Waren wie Landwirtschaftsmaschinen, Seifen, Nudeln oder Sardellen. Handwerkerläden und elegante Geschäfte in den Hauptstraßen, zahllose Bars, bekannte Restaurants und gut ausgerüstete Badeanstalten finden sich in der Stadt zwischen Meer und Hügelland. Die Gemeinde richtet kulturelle, sportliche und folkloristische Veranstaltungen aus: Malereiausstellungen, literarischer Lesungen, Schauspiele und Konzerte. Im Juni feiert man in Oneglia "Sankt Johannes" mit Feuerwerk, Tanz, Jahrmärkten und Sportveranstaltungen.

Im mittelalterlichen Taggia

Der Ort ist schon seit Jahrhunderten reich an erhabenen Palästen und Kunstwerken. So reich, dass er sarazenische Piraten anlockte, die die ligurische Küste verunsicherten. Im Versuch den mittelalterlichen Ort Taggia zu verteidigen wurde daher im 16. Jahrhundert rund um die Stadt eine Ringmauer angelegt. Betritt man Taggia heute durch die Porta dell'Orso, so gelangt man in Stadtviertel, die trotz der mächtigen Mauer von den Sarazenen in Brand gesteckt wurden. Dennoch haben die alten Wohnhäuser und Kirchen die Plünderung "überlebt".
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Taggia liegt etwa drei Kilometer von Arma di Taggia entfernt, einem Badeort am Meer mit breitem Sandstrand und belebter Promenade. Man erreicht den Ort über ein gut ausgebautes Straßennetz, jenseits des Flusses Argentina. Der antike, römische Ursprung zeigt sich noch in dem mittelalterlichen Stadtbild Taggias mit engen, gepflasterten Sträßchen, Bögen, Steinportalen und Monumenten. Die Bauten gruppieren sich um das Schloss herum, das noch beide Türme besitzt. Das imposante Dominikanerkloster aus dem Jahr 1490 verfügt über einen sehenswerten gotischen Kreuzgang und beherbergt außerdem die große Bildergalerie von Ponente Ligure. Hier finden sich Fresken und Gemälde namhafter Künstler, darunter Werke von Ludovico Brea und Perin del Vaga.

In der Altstadt gibt es prächtige Tore aus behauenem schwarzem Stein zu bewundern, daneben die Wappen der Patrizierfamilien und die alte Tabelle mit den Maßen der Republik Genua. Hier kann man antike Winkel, Geschäfte und Kellereien entdecken, in denen Vermentino angeboten wird. Im Februar feiern die Bewohner in der Altstadt einen Umzug in historischen Kostümen, bei dem ein großes Feuerwerk entzündet wird. Weitere Sehenswürdigkeiten Taggias sind der Palazzo Lercari aus dem 17. Jahrhundert und die Barockfassade der Kirche der Heiligen Giacomo e Filippo mit einer Statue der "Wunderbaren Gottesmutter", die angeblich bei zwei Gelegenheiten die Augen bewegt haben soll.
 
Von Bedeutung ist für den Besucher außer den architektonischen sicher auch die kulinarische Besonderheit Taggias: Die Spezialität des Ortes sind die leckeren, wohlriechenden Oliven "nach Art von Taggia", die im 12. Jahrhundert von Benediktinermönchen eingeführt wurden.

Ligurien - überall Sport

Meer, Berge, Felsen und Pfade, Wasserläufe und Wälder, Hügel und Himmel haben Ligurien zu einem beliebten Ziel für die Liebhaber des Trekkings und des Reitsports gemacht, für Mountainbikefans, für waghalsige Freeclimber und für alle, die wie Ikarus im Gleitflug durch die Lüfte segeln möchten.
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Aber auch für Skisportler, die im Winter nur wenige Kilometer vom Meer entfernte Pisten vorfinden, zum Beispiel in Monesi und Santo Stefano d´Avento. Beschaulicher geht`s auf den Grünflächen der Golfplätze, auf den Bocciabahnen oder den Fahrradwegen Liguriens zu.

Hinzu kommt der Wassersport: das traditionelle Schwimmen und Segeln, das Tauchen und die neuen Sportarten wie Rafting, Kayaking, Tubbing, Canyoning, sowie Windsurfing, Wasserski, Katamaransegeln und viele weitere Möglichkeiten in bezaubernder Umgebung.
 
Die Berge und die vom Wasser und Wind geformten Felsen eignen sich hervorragend für den Klettersport. Dem Anfänger und dem begeisterten Climber bietet die Region eine Reihe von gItalien Ligurien 17eeigneten Klettergärten, nicht weit entfernt von den Vergnügungsorten an der Küste. Sehr verschiedene Landschaftsbilder wechseln sich ab und bieten eine außergewöhnliche Synthese der Berglandschaft mit der des Mittelmeeres. Drei wichtige Klettergebiete sind zu nennen: der Monte Muzzerone in der Umgebung von Portovenere (La Spezia), das Gebiet von Finale (Savona) und das Pennavaira- Tal im Hinterland von Albenga (Savona).
 
Auf dem ligurischen Höhenweg mit seinen zahlreichen Etappen kann der Wanderfreund außerordentlich faszinierende Flecken entdecken. 400 Kilometer vom Pass Due Santi bis zum Gipfel des Monte Armetta sind auf diesem Weg zu erwandern. Doch auch auf zwei Rädern lässt sich Ligurien entdecken, sowohl in der Ebene, als auch im Bergland. In Ligurien gibt es über zwanzig Vereine für den Mountainbikesport sowie unzählige Fahrradstrecken.
Die italienische Mountainbikemeisterin Paola Pezzo trainiert in den Tälern rund um den Tigulliogolf.

Radtouren in der Provinz Genua


Dank der bekannten Liebe der Italiener zum Radsport versteht es sich von selbst, dass die Apenninenhalbinsel auch im Bereich des Radtourismus viel zu bieten hat. Hier kommen nicht nur ambitionierte Radsportler, sondern ebenso Gelegenheits- und Freizeitradler bei einem Aktivurlaub voll auf ihre Kosten. Insider haben dies längst erkannt, und so wundert es nicht, dass immer mehr Urlauber, die auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht auf ihr liebstes Fortbewegungsmittel verzichten möchten, ihr Reiseziel jenseits der Alpen mit dem Fahrrad erkunden.

Vor allem in Ligurien hat sich in der letzten Zeit in Sachen Radtourismus vieles getan. Unter der Federführung des italienischen Fahrradverbandes konnten in der Provinz Genua 32 Routen mit einer Länge von rund 900 Kilometer ausgearbeitet werden. Die Hauptroute führt über 325 Kilometer von Rossiglione im landschaftlich sehr reizvollen Valle Stura bis Moneglia, einem beschaulichen Badeort an der Riviera di Levante. Streckenvarianten bieten auf 555 Kilometern ständig wechselnde Impressionen. Darüber hinaus haben sich über 100 Beherbergungsbetriebe ganz auf die Bedürfnisse der Fahrrad-Urlauber eingestellt und halten neben geeigneten Abstellplätzen und Wartungsmöglichkeiten auch eine für Sportler geeignete Gastronomie bereit. So zeigt sich Ligurien bestens für Fahrradurlauber gerüstet.

Im vergangenen November hat der italienische Fahrradverband FIAB mit dem Radreiseführer „Radtouren in der Provinz Genua“ einen für Fahrradurlauber in Ligurien unerlässlichen Wegbegleiter herausgegeben. Auf 128 Seiten werden die ausgewiesenen Radtouren durch beeindruckende Landschaften mit herrlichen Panoramen auch im Hinblick auf ihren Schwierigkeitsgrad, Kilometer- und Höhenangaben usw. beschrieben. Eine Vielzahl an Informationen zu touristischen Highlights, Anlaufstellen für Notfälle sowie geeigneten Unterkünften entlang der Strecke und Übersichtskarten zur leichten Orientierung vervollständigen den Radführer, der als handliches Taschenbuch im Galli Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.


Genua - stolze Stadt mit vielen Gesichtern

Genua, die Hauptstadt der Region Ligurien liegt versteckt hinter hässlichen Vororten, die sich kilometerweit erstrecken. Doch wenn man sich von ihnen nicht abschrecken lässt, erwartet den Besucher ein vielseitiger Ort mit einer lebendigen Atmosphäre und einer einzigartigen Lage am Meer an den steil ansteigenden Hängen des Ligurischen Apennins. Genua wird von seinen Besuchern entweder geliebt oder gehasst, auf keinen Fall kann man dieser Stadt gegenüber gleichgültig bleiben.
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Der Hafen Genuas war schon immer für den Handelsverkehr mit den anderen Ländern des Mittelmeers offen und konnte sich auf diese Weise die fremden Gewohnheiten und Wörter aneignen. Diese Stadt der Händler und Bankiers gilt heute einstimmig als die englischste Italiens. Genua verläuft vertikal und im historischen Zentrum herrscht ein Gewirr von engen Straßen. Wenn man auf das kleine Stück blauen Himmel hinaufblickt, der zwischen den Dächern der hohen Häuser erscheint, bekommt man fast ein Schwindelgefühl. Hier stehen herrschaftliche Gebäude dicht neben bescheidenen kleinen Wohnhäusern, und von einem Fenster zum anderen ist der Abstand manchmal geringer als ein Meter.
Genua, mit rund 680 000 Einwohnern ist im kulurellen Bereich sehr engagiert und unternimmt große Anstrengungen für ihre wichtigen Institutionen wie die Universität, die Oper, das Theater, die Musikhochschule und die Kunstakademie. Im Jahre 2004 durfte es sich mit dem Titel der europäischen Hauptstadt der Kultur schmücken.
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Unzählige künstlerische Zeugnisse der gotischen Jahrhunderte, der Renaissance und schließlich des Barocks: Kirchen und Paläste, Gemälde und Standbilder schmücken die Stadt und weisen uns den Weg in der Geschichtsschreibung.
Nur wenige Schritte vom Alten Hafen entfernt befindet sich eine der größten Marienwallfahrtsstätten - die antike Piazza "delle Vigne".
Zwischen den hochstrebenden Häuserfronten der mittelalterlichen Altstadt erheben sich plötzlich auf einem kleinen Platz die schönen reichgeschmückten und geräumigen Kirchen von Genua mit ihren strengen Fassaden mit den schwarz- weißen Marmorstreifen oder mit den überladenen Barockfassaden. An den zahlreichen Adelshäusern des alten Zentrums kann man heute noch die kühnen Architekturen, Reste herrlicher Wandmalereien an den Fassaden und die mächtigen Eingangsportale bewundern. In jeder Epoche schuf Genua eine neue Staße. Die Via Garibaldi, in der im 17. Jahrhundert viele große Familien ihren prächtigen Wohnsitz errichten ließen, ist für ihren besonderen städtebaulichen Charakter, die Anzahl der prächtigen Italien Ligurien 20Häuser, ihre Schönheit und den Reichtum in der Welt einzigartig. Die Via XX Settembre mit den modernen Arkaden ist eine elegante Einkaufsstraße und ein bedeutendes Geschäftszentrum. Der Corso Italia dagegen ist die große Meeresuferpromenade.
 
Anlässlich der Kolumbus- Veranstaltung von 1992 wurde in Genua mit der Neugestaltung des Hafens ein neuer Attraktionspunkt geschaffen: Das größte und modernste Aquarium Europas, das heute zahlreiche Touristen aus aller Welt anlockt. Von hier aus hat der Besucher einen außergewöhnlichen Blick auf die Stadt, die sich vom Meer aus bis hin zu den Stadtvierteln im Osten und Westen ausbreitet.
Als Heimat erfolgreicher Künstler zeichnet sich Genua abends durch ein breitgefächertes Unterhaltungsangebot aus. Dazu gehört auch die Oper, das Symphonieorchester, das Theater und das Varieté in hochmodernen Veranstaltungsräumen wie dem Carlo Felice- Theater, den beiden Bühnen des Teatro di Genova, dem Politeama Genovese, dem Tosse-Theater und dem Archivolto-Theater. In der Altstadt dagegen - mit ihren etwa 1,5 Quadratkilometern übrigens eine der größten in Europa - stößt man oft auf Initiativen, wo sich Kunst und Gastronomie ein Stelldichein geben. Dazu hört man Jazz und Kabaret sowie Musik in Insiderkneipen.