Drei Grafschaften haben zur touristischen Region West zusammen gefunden, Galway, Mayo und Roscommon. Hauptort ist natürlich die für irische Verhältnisse große Stadt Galway (gut 40.000 Einwohner). Nicht zuletzt durch die Studenten ihrer Universität bietet die Hafenstadt ein sehr lebendiges Kulturleben. Zugleich ist Galway der Ausgangspunkt für einige der schönsten Landschaften im Westen der Insel, etwa die Halbinsel Connemara, Achill Island oder die großen S
een Lough Corrib, Lough Mask oder, im Verlauf des River Shannon, Lough Ree.
Küste und Inland haben sich in dieser Region viel von ihrer Urtümlichkeit bewahrt, sind aber dennoch von einem guten Straßensystem durchzogen. Dadurch sind auch die meisten der mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Strände leicht zu erreichen. Naturfreunde, insbesondere Vogelbeobachter, haben die Mullet-Halbinsel auf ihren Karten markiert. Und die Urlauber, die per Kabinenkreuzer auf dem Shannon schippern, sind ohnehin von sauberer Natur üppig umgeben.
Wie ganz Irland ist auch der Westen von historischen Zeugnissen geradezu verschwenderisch bedacht worden. Davon zeugen mit ihren mächtigen Mauern die Ruinen von Dunguaire Castle, wo auch mittelalterliche Bankette organisiert werden. Viel Historie bietet ebenfalls das Westport House im Städtchen Westport. Das Herrenhaus des Browne Clans war einst auch Sitz der „Piratenkönigin“ Grace O’Malley, was die Kinder ebenso anspricht wie der Streichelzoo und eine Kleinbahn im Park des Hauses.
Westport ist für viele irische Katholiken der Startort zu einer Pilgerwanderung auf den heiligen Berg der Iren, den nahe der Küste gelegenen Croagh Patrick. Auf dem 762 Meter hohen Berg soll der Nationalheilige im Jahre 440 bei einer vierzigtägigen Fastenzeit dämonischen und teuflischen Anfechtungen widerstanden haben. Aber die Region birgt ein weiteres wichtiges Religionszentrum, den Marien-Wallfahrtsort Knock. Dort hat ein engagierter Geistlicher dafür gesorgt, dass die Stadt einen Flughafen erhielt, mit einer Landebahn, auf der die größten Flugzeuge landen können.
Eine der schwersten Epoche in der irische Geschichte war die „Große Hungersnot zwischen 1845 und 1850. Damals verlor das Land ein Fünftel seiner Einwohner, teils durch Tod, aber auch durch eine Massenauswanderung nach Amerika. An diese Zeit erinnert das Great Famine Museum in Strokestown.
Das Kohlenbergwerk in Arigna war noch bis 1990 im Betrieb. Heute können Besucher dort, geleitet von einem ehemaligen Bergmann, in die Mine einfahren. Ergänzt wird das Programm durch ein aus der Erde ragendes Museum, das 400 Jahre irischer Bergwerksgeschichte zusammenfasst, sich aber auch mit der Gewinnung und Nutzung alternativer Energien beschäftigt.
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